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Opera Lounge, February 2016

Aus dem Archiv des Mariinsky Theaters: Sternstunden der russischen Tanzkunst. Kirov Classics heißt eine neue DVD von ARTHAUS, welche in einer Aufführung (ohne Publikum) viele Highlights aus dem Repertoire der berühmten Compagnie offeriert, die im Abspann irritierend als Beiträge des Mariinsky Balletts angegeben werden (101798). Denn in der Ära der Sowjetunion trug dieses legendäre Ensemble ab 1935 den Namen des ermordeten Politikers Sergej Kirow.

Das Programm beginnt mit einem Klassiker der Romantik—Fokines Chopiniana auf Musik des polnischen Komponisten, wo im Prelude Anna Polikarpova zu erleben ist, die später eine gefeierte Erste Solistin beim Hamburg Ballett von John Neumeier werden sollte.

Danach folgt Petrushka in der Choreografie von Oleg Vinogradov, dem langjährigen künstlerischen Leiter des Kirov-Ballets, der versuchte, neue Wege zu gehen und die Compagnie an Werke der Moderne und einen zeitgemäßen Tanzstil heranzuführen. Davon zeugt auch der folgende Beitrag mit seiner Choreografie von Barber’s Adagiomit Yelena Yevteeva und Eldar Aliev—ein ernster, sehr sensibler Pas de deux, der auch zu überraschenden Körperformationen findet.

Der Pas de deux aus Le Corsaire (Choreografie von Marius Petipa) mit der brillanten Lyubov Kunakova und dem charismatischen Faroukh Ruzimatov, die ein Feuerwerk an technischen Finessen bieten, ist dann wieder ein Beispiel der Pflege des klassischen Erbes, wie dies auch die Ausschnitte aus The Fairy Doll, Markitenka (mit dem Pas de six) und Paquita belegen. Die Choreografie zur Puppenfee mit der delikaten Musik von Joseph Bayer stammt von N. & S. Legat und ist ein reizender Pas de trois, in welchem zwei Pierrots eine Puppe umschwärmen. Bei aller spielerischen Anlage verlangt diese Nummer hohe technische Schwierigkeiten, die von Larissa Lezhnina, Dmitry Gruzdev und Yaroslav Fadayev bravourös gemeistert werden. In der Markitenkamit der Musik von Cesare Pugni brillieren in der Choreografie von Arthur Saint Leon, dem Vorgänger von Marius Petipa, Yelena Pankova und Sergei Vikharev als Solisten mit Charme und Können. Zum Schluss noch einmal eine Schöpfung von Petipa auf Musik von Minkus— der Grand Pas aus Paquita mit Yulia Makhalina und Igor Zelensky als Solisten, ein bei Galas gern gezeigtes Bravourstück, das den Glanz der Compagnie noch einmal hell erstrahlen lässt. Der Veröffentlichung ist eine CD beigegeben, welche alle Kompositionen des Programms auch akustisch nachhören lässt. © 2016 Opera Lounge





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