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Manuel Ribeiro
Pizzicato, December 2014

In Laurent Pellys Inszenierung wird Jean-Philippe Rameaus ‘Platée’ definitiv zur Ballettkomödie mit starkem Unterhaltungscharakter. Rameau komponierte seine Barockoper für die Hochzeitsfeier des Sohnes von Ludwigs XV. mit der spanischen Infantin Maria Teresia, die als eher hässlich galt. Rameau soll Parallelen zwischen der Figur der einfältigen und hässlichen Wassernymphe Platée und der spanischen Prinzessin gezogen haben.

Die Geschichte der Götter, die aus Langweile eine Aufführung eines Stückes planen, in dem sie sich über die Hässlichkeit von Platée lustig machen, hat Rameau mit witzigen Elementen und Quaken der Frösche ganz geschickt zusammengestellt, eine bittere Kritik der damaligen französischen Gesellschaft. Deshalb wird das Stück auch gerne ‘die Frosch-Oper’ genannt Laurent Pelly inszeniert die Oper in einem modernen Bühnenbild, in poppigen und glitzernden Farben. Die Bühne wird als eine Art Kinosaal dargestellt, wo das Götterstück stattfindet. Der Chor spielt ein hektisches und humorvolles Publikum, das die Geschichte mit verfolgt. So kam ein gar flottes Spektakel zustande, das äußerst attraktiv wirkt.

Die hochkarätigen Barocksolisten sind perfekt. Paul Agnew ist eine ausgezeichnete Wahl für die Titelrolle, denn abgesehen von seiner sängerischen Glanzleistung ist er auch ein ausgezeichneter Schauspieler. Mit ihrer glänzenden Delikatesse und einer raffinierten Gesangsleistung ist Mireille Delunsch unwiderstehlich in der Rolle der Folie.

Unter dem Barockspezialisten Marc Minkowski sind Orchester und Chor des Louvre ganz ausgezeichnet. © 2014 Pizzicato





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