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Manuel Ribeiro
Pizzicato, July 2015

Shakespeares ‘King Lear’ ist ein sehr düsteres Werk, und wenn es auch nicht die Popularität von ‘Hamlet’ oder ‘Macbeth’ besitzt, hat Aribert Reimann dennoch aus diesem Stoff ein starkes Werk geschaffen. Die Hauptrolle wurde für Dietrich Fischer-Dieskau geschrieben. Der Komponist selbst leitete 1975 die Uraufführung an der Bayerischen Staatsoper, mit Fischer-Dieskau in der Hauptrolle.

Die Musik ist intensiv, tragisch, aufgewühlt, mit unerwarteten, fast meditativen instrumentalen Passagen. ‘Lear’ ist keine Zwölftonoper, so Reimann, macht aber von deren Technik Gebrauch.

Der Däne Bo Skovhus ist phantastisch in der Hauptrolle. Er weiß als Sänger und Schauspieler die Figur zu beleben und die Kombination von Wahnsinn, Brutalität und Liebe zu erfassen und zu vermitteln. Er ist viel dramatischer als Fischer-Dieskau, dessen singuläre Leistung trotzdem unvergesslich bleibt. Der Vergleich ist ohnehin schwierig, da auch die Konzeption der Regie komplett anders ist. Karoline Grubers Inszenierung ist minimalistisch und arbeitet mit vielen symbolischen Elementen in der Bühnengestaltung.

Simone Young führt Orchester und Chor geschickt durch die komplexe Partitur. Die Solisten werden durch den großen Orchesterapparat nicht zugedeckt, denn Young begleitet feinfühlig und besorgt um die Verdeutlichung des gesungenen Textes, lässt es aber dennoch an Dramatik nicht mangeln, was gewiss der Oper eine starke Wirkung verleiht. © 2015 Pizzicato





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