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Manuel Ribeiro
Pizzicato, January 2016

Rossinis ‘Aureliano in Palmira’ ist eine Oper, die weitgehend in Vergessenheit geraten und nur indirekt bekannt ist, weil Verschiedenes daraus vom Komponisten in ‘Tancredi’ oder im ‘Barbier von Sevilla’ recycelt wurde. Die Musik ist gezeichnet von stilistischen Einflüssen aus dem 18. Jahrhundert, die damals langsam, aber sicher aus der Mode gerieten.

Diese Produktion ist eine Aufzeichnung vom Rossini Festival 2014 in Pesaro.

Symbolisch gesehen kommt diese Veröffentlichung gelegen, weil ja die Stadt Palmira in Syrien mit der bekannten historischen Anlage von den Schergen des IS-Staates geplündert und zerstört wurde. Es handelt sich nicht um eine Opera Buffa, sondern um eine relativ seriöse Oper, die 1813 in der Scala uraufgeführt wurde.

Das Libretto erzählt von einer romantischen Familienangelegenheit zu Kriegszeiten, als Aureliano mit der Hilfe von Zenobia, der starken Frau in Palmira die römische Macht erobern wollte. Aureliano setzt Zenobia unter Druck und droht mit dem Tod des gefangen genommenen Liebhabers von Zenobia, Arbace. Das Volk aus Syrien lässt sich nicht beeindrucken und steht hinter Ihrer Königin Zenobia und Arbace…

Michael Spyres gehört zu den Hauptinterpreten von Rossinis Repertoire und ist als römischer General Aureliano eine exzellente Wahl. Lena Belkina singt die Hosenrolle von Arsace, der letzen von Rossini geschriebenen Opernrolle für Kastrat. Sie wirkt sehr überzeugend, auch wenn ihre Stimme als Mezzo an verschiedenen Stellen im tiefen Register nicht mithalten kann. Auch darstellerisch bleibt sie der Rolle einiges schuldig, während vokal zwischen den beiden Solistinnen eine richtige Symbiose entsteht. Vergessen wir nicht Jessica Pratt als Zenobia, Königin von Palmira, die hier nochmals eine hochkarätige Leistung liefert. Das Orchester spielt effizient unter der umsichtigen Leitung von Will Crutchfield Bühnenbild und vor allem Kostüme sind historisch und gepflegt. Die ganze Produktion gibt ein hervorragendes Stimmungsbild eines königlichen Hofes in einer Wüste, ohne komplexe Analysen und Extrapolationen zu wagen. © 2016 Pizzicato





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