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Remy Frank
Pizzicato, September 2015

Bernard Haitink hat Gustav Mahlers Symphonien mehrfach aufgenommen, mit verschiedenen Orchestern. Von der Dritten Symphonie gibt es Aufnahmen mit dem ‘Concertgebouw’ (1966, 1983 u. 1995), mit den Berliner Philharmonikern (1990) und mit dem ‘Chicago Symphony’ (2006). Von den ca. 140 Aufnahmen der Symphonie stammen also nicht weniger als fünf von Haitink. Und dennoch muss man bis ins Jahr 1966 zurückgehen, um seine beste Interpretation (mit Maureen Forrester im Gesangspart) zu hören. Unmittelbar daneben stelle ich diese Videoaufnahme von 1983, eine Interpretation, die auch als Studioproduktion auf der Philips-CD zu hören ist.

« People play Mahler far too loud. My worry is that Mahler is performed louder and louder to make a success », sagte Haitink einmal in einem ‘Guardian’-Interview. Was es heißt, Mahler nicht ‘zu laut’ zu spielen, zeigt diese fein kontrastierte, sehr lebendig und immer wieder mit Ergriffenheit gespielte Dritte Symphonie, in der darüber hinaus auch der frische Klang des ‘Concertgebouw Orkest’ imponiert.

Haitink hat nicht nur die Architektur des Ganzen total im Griff, er steuert auch die Stimmungen sehr gut, und er tut das mit einer eher abstrakten Dramaturgie, ohne den Naturlauten, Tieren und Menschen, an die Mahler dachte und die er später aus den Satzbezeichnungen eliminierte, eine allzu große Bedeutung beizumessen. Dennoch gelingt dem Dirigenten eine atmosphärisch äußerst dichte Interpretation, in der trotz eines manchmal nicht sehr sauberen Orchesterspiels der letzte Satz zu einem wirklich tief ergreifenden Erlebnis wird, in dem Mahlers mystisches Liebeslied und seine Ewigkeitsperspektive ergreifend deutlich werden. Da können auch die Feststellungen, dass Carolyn Witkinson nicht die beste aller Interpretinnen der Gesangspartien ist und die Tonaufnahme dünn, hin und wieder sogar verzerrt sowie ‘zittrig’ wirkt, nichts ändern: dies ist eine der bedeutendsten Interpretationen dieser Symphonie. © 2015 Pizzicato





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