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Album Reviews



 
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Ingrid Wanja
Opera Lounge, February 2016

Gar nicht verstehen, dass Rossinis La Gazza Ladra so selten aufgeführt wird, kann man, wenn man die Aufführung der Semiseria aus Köln aus dem Jahre 1987 ansieht und hört. Eine einmal nicht klischeehafte Handlung, wunderbare Musik und im vorliegenden Fall teilweise vorzügliche Sänger machen die Blu-ray zum reinen Vergnügen. Michael Hampe und sein Bühnenbildner Mauro Pagano haben ansprechende naturalistisch angehauchte Schauplätze geschaffen, die Lichtregie zaubert einen Tagesablauf in norditalienischer Landschaft auf den Hintergrund, die Personenregie ist stimmig und hoch solide und schließt auch den Chor ein. Die Titelfigur hat mehrere das Publikum belustigende Auftritte. Die zu Unrecht beschuldigte und um ein Haar hingerichtete Ninetta wird von Ileana Cotrubas anrührend gespielt und mit einem Sopran von wunderbarer Reinheit und Süße gesungen (wenngleich auch etwas kurzatmig gelegentlich). Als Rossini-Spezialist erweist sich Alberto Rinaldi mit hochvirtuosem Bariton als Podestà. David Kübler ist ein schmucker Gianetto, eher ein schöner lyrischer Tenor als besonders für Rossini geeignet, aber auch vokal sehr angenehm. Carlos Feller, sonst der Don Alfonso vom Dienst, ist sein Vater mit recht schütterem Bass, Elena Zilio gibt den hilfreichen Pippo und ist mit ihrem leichten Mezzosopran eine Ohrenweide. Ihren Namen findet man übrigens nirgends auf der Blu-ray. Ninettas Vater wird imposant, wenn auch etwas grobschlächtig von Brent Ellis gesungen. Bruno Bartoletti ist am Pult des Gürzenich-Orchesters der Garant für Italianità. © 2016 Opera Lounge





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