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Album Reviews



 
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Remy Franck
Pizzicato, June 2016

1999 war Valery Gergiev noch nicht der meistbeschäftigte Dirigent. Er war Chefdirigent (seit 1995 und bis 2008) des Philharmonischen Orchesters Rotterdam, mit dem er Stravinskys ‘Sacre du Printemps’ erarbeitete. Die Proben benutzte Peter Rump, um eine ausführliche Dokumentation über den ‘Sacre’ zu produzieren, in deren Rahmen Gergiev viel Interessantes über die Komposition erzählt und auch musikalische Figuren wie Abläufe klarmacht. Ballettaufnahmen verdeutlichen das Gesagte. Interessant sind auch ein kurzes Gespräch zwischen Pierre Boulez und Igor Stravinsky (in dem beide sich gegen die Béjarts Vision vom Ballett aussprechen), sowie ein Filmausschnitt, in dem Stravinsky den mit Bildern belegten ‘Sacre’-Skandal von 1913 schildert. © 2016 Pizzicato



D. Zweipfennig
Online Merker, March 2016

In Peter Rumps Film The Story of Strawinsky’s Le Sacre du Printemps treffen zwei Musikgiganten Russlands aufeinander—Valery Gergiev, einer der gefragtesten Dirigenten unserer Tage, probt, dirigiert und spricht über Igor Strawinsky’s Schlüsselwerk des 20. Jahrhundert Le Sacre du printemps, dessen Musik ihm besonders am Herzen liegt. Gergiev spricht nicht nur über die Entstehung und zeigt warum die Komposition so interessant und inspirierend ist, sondern erklärt auch seine besondere Affinität zu diesem Werk aus Strawinsky’s „Russischer Zeit“. Thematisiert wird ein Opferritual für den Frühlingsgott im heidnischen Russland. Mit aggressiver sich wiederholender Rhythmik, Dissonanzen und übereinandergeschichteten Harmonien in Dur und Moll verleiht Strawinsky seinem aufsehenerregendem Werk Ausdruck und ging damit neue Wege in der Tonsprache. Das Stück wurde im Auftrag von Diaghilev als Ballettmusik geschrieben und von Nijinsky für die Ballets Russes choreographiert. Die Uraufführung verursachte einen solchen Skandal, dass der 29. Mai 1913 als die berüchtigtste Nacht in der Geschichte des Tanzes eingeht.

Die DVD enthält Auszüge der Ballettproduktion des Joffrey Ballets von 1970, in der Nijinskys Choreographie und eine Rekonstruktion des originalen Bühnenbilds und der Kostüme zugrunde liegen. Neben einer Vielzahl von Archivmaterial ist auch eine seltene Aufnahme von Igor Strawinsky beim Dirigieren seines Werkes sowie Interviews, in denen er über sein Werk, den Skandal bei der Uraufführung und seine Reaktion auf das Publikum während der Premiere spricht—„Ich sagte, geht zur Hölle“. © 2016 Der Neue Merker





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