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Remy Franck
Pizzicato, May 2017

Als Herbert von Karajan in 1978 an der Wiener Staatsoper Verdis ‘Trovatore’ dirigierte, hatte es im Vorfeld Schwierigkeiten und Terminverschiebungen wegen des Ausfalls von Franco Bonisolli gegeben. Er wurde durch Placido Domingo ersetzt. Doch als der Maestro nach seinem bereits ungewöhnlich lautstark bejubelten Auftritt den Taktstock hob, war der ganze Vorbereitungsstress gewichen, und es kam eine Opernaufführung zustande, wie sie nicht oft realisiert werden kann, eine Vorstellung, durchzogen von einem großen Atem, einem Musikfluss, der die ganze Souveränität von Karajans, des Ensembles, der Chöre und des Orchesters zum Ausdruck bringt, wo niemand mit seiner Technik oder seinen stimmlichen Mitteln ringt, sondern sich hundertprozentig in den Dienst der Sache stellt und sich auch in den Händen des Dirigenten gut aufgehoben fühlt.

Besonders herausgestrichen werden sollen die grandiose Fiorenza Cossotto, welche die Azucena besonders intensiv darstellt, und Placido Domingo, der den Manrico ganz ausgezeichnet singt. Kleine Präzisionsmängel fallen bei einer solchen Vorstellung nicht ins Gewicht. Der unbeschreibliche Jubel des begeisterten Publikums, der im Übrigen sichtbare Emotionen bei den erfolgsgewohnten Künstlern auslöste, sagt denn auch schon genug aus über den Rang dieser Interpretation, die auch fast vierzig Jahren nach dem Event den Glanz einer überragenden Opernvorstellung ins unser Wohnzimmer bringt und von der einzigartigen Ausstrahlung der Dirigentenpersönlichkeit Herbert von Karajans zeugt. © 2017 Pizzicato





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