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Remy Franck
Pizzicato, March 2014

Sehr speziell nimmt sich dieses Kinder-Ballett ‘Le petit elfe Ferme-l’oeil’ neben Florent Schmitts anderen gewichtigen Orchesterwerken aus. Das  Orchesterwerk geht zurück auf eine zehn Jahre zuvor komponierte Suite für Klavier zu vier Händen,  »Une semaine du petit elfe Ferme-l’oeil’, geschrieben nach Hans Christian Andersens Buch ‘Ole Lukøje’. In diesem Märchen wird der Knabe Hjalmar jeden Abend in der Woche durch den Sandmann Ole Lukøje besucht, der ihm mit seinen Traumgeschichten den Schlaf bringt.

Der Charme der Klaviermusik wurde in die übrigens viel längere Orchesterversion nicht nur hinüber gerettet, sondern noch verstärkt. Diese Ballettmusik wurde erstmals im Jahre 1923 von Gabriel Pierné konzertant aufgeführt und 1928 auch in der ‘Opéra-Comique’ auf die Bühne gebracht. Dass sie nun endlich auch auf CD erhältlich ist, ist eine willkommene Katalogbereicherung.

Florent Schmitts Musik, die lange wegen seiner antisemitischen Haltung im Krieg und seiner Sympathien für Hitler boykottiert wurde, wird seit einigen Jahren wieder mehr gespielt, und das ist auch gut so, denn die Musik ist, politisch gesehen, wertfrei.

Das ‘Orchestre national de Lorraine’ hat mit ‘Antoine et Cléopâtre’ schon einmal sehr beeindruckend Musik des Lothringischen Komponisten Florent Schmitt aufgenommen, und diese neue CD lässt genau so wenig zu wünschen übrig. Jacques Mercier pflegt die vielen Klangfarben in einer schwungvollen, lichtdurchfluteten Aufnahme, in der das Orchester als Ganzes und auch seine vielen Solisten die Qualität der Metzer Formation bestens deutlich machen.

Von ganz anderer Faktur, moderner in der musikalischen Konzeption, ist Schmitts ‘Introït, récit et congé’, sein Opus 113, ein hoch virtuoses Stück, das 1948 für den französischen Cellisten André Navarra komponiert wurde. Henri Demarquette gelingt es, die Dramatik der Musik zum Ausdruck zu bringen, ohne das Sensuelle des Soloparts zu opfern. Seine Interpretation ist expressiv und klanglich von größtem Raffinement. Auch Mercier bewahrt das Werk vor jedem Pathos und gibt ihm Ausdruckskraft ohne jede Schwere, so dass die französische Eleganz der Schmittschen Musik in jedem Takt ihre Wirkung erhält. © 2014 Pizzicato





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