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Album Reviews



 
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Remy Franck
Pizzicato, January 2016

Musik für einen Ball, Serenade, Divertimento, Provenzalisches Konzert: dieses Programm von Reynaldo Hahn ist ebenso kohärent wie stimmungsvoll, und eine Entdeckung dazu, denn das ‘Divertissement’ und die ‘Sérénade’ wurden zuvor noch nicht aufgenommen, letzteres blieb sogar unveröffentlicht.

Nicolas Chalvin und sein Orchester gehen genau so souverän mit der Musik um wie die beiden Kammermusikensembles. Die Musik ist atmosphärisch deskriptiv, dabei sehr charakteristisch und sie wird hier mit dem Drang wiedergegeben, diese elegante und wohlige Atmosphäre sowie den ihr innewohnenden Sensualismus zum Ausdruck zu bringen. Die sehr plastischen Darbietungen wurden hervorragend eingefangen. © 2016 Pizzicato



Clemens Haustein
Fono Forum, September 2015

Musik:
Klang:

Unablösbar haftet Reynaldo Hahn das Etikett an, eine Art Troubadour der Belle Époque gewesen zu sein. 1888 (da war er 14 Jahre alt) schrieb er mit „Si mes vers avaient des ailes“ einen ersten Hit, der ihn in Paris schlagartig berühmt machte, später zog er durch die Salons der Stadt am Klavier seine Kompositionen singend und spielend, bekannt blieb er auch danach vor allem für seine Lieder—und für seine jahrelange Beziehung mit dem Schriftsteller Marcel Proust. Jedoch schrieb Hahn auch Opern und Operetten, allerlei Ballett- und Bühnenmusiken und in späteren Jahren Kammermusik und kleinere Orchesterwerke. Allerliebste, feinste Musik, wie diese Aufnahme mit dem Ensemble Initium und dem Orchestre des Pays de Savoie zeigt. Hahn, geboren in Caracas als Sohn einer venezolanischen Mutter und eines deutschen Vaters, ist Eklektiker, Nostalgiker, Sentimentalist. Und zwar hemmungslos. Man kann es ihm jedoch kaum übel nehmen, denn die Gefühle zerfließen bei ihm nicht. Das Sentimentale wird sanft in Form gehalten, weil Reynaldo Hahn sich nicht nur in die Vergangenheit träumt, sondern auch die stilistische Strenge der Vergangenheit pflegt. Sein „Concerto provençal“ sehnt sich zwar unter südliche Platanen, Pinien- und Olivenbäume, ist zugleich jedoch ein aparter Versuch, das barocke Concerto grosso fortzuspielen in impressionistisch parfümierter Luft. Sein „Divertissement pour une fête de nuit“ (hier erstmals auf CD aufgenommen) träumt sich ins Wien der Klassik zurück und ist zugleich gekonnte Hommage an Haydn. Wobei Hahn den gleichen lustvoll in Kauf genommenen Fehler begeht wie Richard Strauss in seinem „Rosenkavalier“ und das Stück zeitfremd mit einem Wiener Walzer ausklingen lässt. Fein gezeichnet jedoch auch das, liebevoll miniaturhaft, immer einer kleinen Kammerbesetzung anvertraut. Zarteste Nostalgie. Und ganz ohne schlechtes Gewissen. © 2015 Fono Forum



Rolf Fath
Opera Lounge, June 2015

Zur Neutralisation zwischen so viel Gesungenem eignen sich vorzüglich einige Orchesterstücke Reynaldo Hahns. Allein schon wegen der reizvollen siebenteiligen Ballettmusik Le Bal de Béatrice d’ Este, die einen Sommerabend am Mailänder Hof der Fürstin illustriert, lohnt sich diese Aufnahme mit dem Holzbläserensemble Initium und dem Orchestre de Pays de Savoie unter Nicolas Chalvin. Außerdem: zwei späte Stücke, die Sérénade von 1942 und das concerto provencal für Streicher und Holzbläser von 1944, in dem jeder Satz einen der typischen Bäume der Provence beschreibt (Platane, Pinie, Olive). Und als Gegenstück zum Renaissancefest der Béatrice d’Este evoziert das Divertimento pour une fȇte de nuit Wiener Szenen zwischen Haydn und Wiener Walzer. © 2015 Opera Lounge





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