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Bernd Hoppe
Opera Lounge, March 2019

Le Corsaireaus Wien: Erfreut registriert der Ballettomane den wachsenden DVD-Zuwachs von Produktionen des Wiener Staatsballetts. Nach dem Schuber mit drei Nurejew-Choreografien (SchwanenseeNussknackerDon Quixote) bei Cmajor erscheint nun bei NAXOS Le Corsaire mit der Musik von Adolphe Adam und weiteren Komponisten, so Cesare Pugni und Riccardo Drigo  (2.110594). Das Stück ist auf dem Musikmarkt nicht oft vertreten – Referenzaufnahme ist noch immer die Aufführung des American Ballet Theatre aus der Saison 1998/99 mit Julie Kent, Ethan Stiefel und Angel Corella bei ARTHAUS. Der letzte Zugang war eine Aufzeichnung vom English National Ballet, die im Januar 2014 im Londoner Coliseum entstand und ihre Attraktivität aus der Mitwirkung von Alina Cojocaru in der weiblichen Hauptrolle der Medora bezog.

Die Neuveröffentlichung aus Wien, gefilmt im März/April 2016, fußt auf der gelungenen Choreografie von Manuel Legris (nach Petipa), einst gefeierter Étoile beim Ballet de l’Opéra de Paris und seit 2010 Direktor des Wiener Staatsballetts, wo er vor allem die legendären Kreationen von Rudolf Nurejew wieder belebte. Luisa Spinatellis Ausstattung ist superb in ihrer Farbkultur, dem orientalischen Kolorit und den atmosphärischen Schauplätzen.

Ein starkes Tänzeraufgebot macht die Aufführung zum Ereignis.  In den weiblichen Rollen der Medora und Gulnare rivalisieren Maria Yakovleva und Liudmila Konovalova. Erstere besticht mit aristokratischer grandeur und sorgt mit ihren beiden Pas de deux im 2. Akt für die absoluten Höhepunkte des Abends. Der erste ist das Bravourstück des Balletts, der zweite von lyrischer Empfindung. Robert Gabdullin als Conrad ist ihr nicht nur ein zuverlässiger Partner, sondern auch exzellent in den Sprüngen und Drehungen. Als Favoritin des Pasha (Mihail Sosnovschi mit attraktiver Erscheinung und Ausstrahlung) hat Gulnare zu Beginn des 3. Aktes im Palast des Regenten ihren großen Auftritt und Konovalova absolviert diesen mit Eleganz und Bravour. Das Trio der Odalisken (Natascha Mair, Nina Tonoli, Prisca Zeisel) sorgt hier für ein brillantes Divertissement. Danach wechselt die Szene in einen Jardin animé, von dem der Pasha träumt. Hier ist Gelegenheit für weitere Unterhaltungstänze, in denen die beiden Solistinnen und das Corps de ballet glänzen können.

Davide Dato ist ein Birbanto von Atem beraubender Energie und Vitalität, Kirill Kourlaev ein kraftvoller und sprungstarker Lanquedem. Mit dem Orchester der Wiener Staatsoper bringt Valery Ovsianikov die musikalische Mixtur, welche Manuel Legris zusammenstellte und Igor Zapravdin arrangierte, effektvoll zum Klingen. © 2019 Opera Lounge





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