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Album Reviews



 
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Remy Franck
Pizzicato, October 2015

Michala Petri beginnt ihr Programm mit ‘Moonchild’s Dream’, dem Soundtrack eines Videofilms über die Hoffnungen und Träume eines jungen Mädchens in einem Armenviertel Kopenhagens. Die Musik ist, losgelöst vom Bild, ungemein suggestiv und eher eine Folge von meist lyrischen Naturbildern als von Sozialproblematik. Michala Petri hat hörbar viel Freude an dieser spielerisch phantasievollen Musik, in der ihre Blockflöte auf dem Seile tanzt, und heftige Paukenschläge manchmal für Kontraste zu einer imaginären schönen Welt schaffen.

Weniger schön, abstrakter und zum Teil harsch präsentiert sich das viertelstündige Konzert von Pelle Gudmundsen-Holgreen, während Sunleif Rasmussens ‘Territorial Songs’ sich mit Vögeln befasst, die ihren Gesang auch zum Markieren ihres Gebiets benutzen. Dieser wie wild zwitschernde Vogelgesang fordert Michala Petri zu phänomenaler Virtuosität heraus, wobei diese nie Selbstzweck oder Show wird, dazu ist die Musikerin zu integer!

Gute Orchesterleistungen und eine tadellose Aufnahmetechnik bekräftigen den guten Eindruck, den diese CD insgesamt macht. © 2015 Pizzicato



Heinz Braun
Klassik heute, September 2015

Michala Petris Aufnahmeserie mit zeitgenössischen Konzerten für Blockflöte und Orchester gehört zu den wichtigsten und ambitioniertesten Projekten in der Geschichte des Instruments. Der wohl kaum zu überbietende Standard, den die bislang erschienenen Produktionen bezüglich musikalischer, tontechnischer und auch editorischer Qualität gesetzt haben, bestätigt sich auch in der neuesten Folge mit Werken aus Dänemark und von den Färöer-Inseln.

Dass Michala Petri hier zum dritten Mal Thomas Koppels anrührendes und meisterhaft orchestriertes, modernes Sterntaler-Märchen Moonchild’s Dream eingespielt hat, lässt auf eine ganz besondere Beziehung zu diesem Werk schließen. Die vorliegende Aufnahme gerät denn auch zur musikalisch schlüssigsten, fast ist man geneigt zu sagen perfektesten Aufnahme des Stücks. Petris kristallines Spiel verzaubert den Hörer von Beginn an. Gänzlich andere Wege beschreitet Pelle Gudmundsen-Holmgreen in seinem 2014 fertiggestellten Chacun Son Son: Die Blockflöte agiert hier eher als „primus inter pares“ der Bläsersektion des Orchesters denn als Soloinstrument—Musik von kraftvoller, zuweilen fast anarchischer Urgewalt, die mit harschen Blechbläserklängen, wilden Pauken-Glissandi und Schlagzeugsalven um sich selbst zu kreisen scheint. Mit den Territorial Songs des färöischen Komponisten Sunleif Rasmussen stellt Michala Petri ein außerordentlich attraktives, farbenreiches Konzert vor, das (dank des reichen Perkussionseinsatzes) rhythmischen Drive mit hoher Klangsinnlichkeit zu verbinden weiß. Die exzellent begleitenden Aalborger Sinfoniker unter Henrik Vagn Christensen setzen genau die richtigen musikalischen Akzente. Das umfangreiche, luxuriös ausgestattete farbige Booklet mit ausgezeichneten Hintergrundinformationen von Joshua Cheek bestätigt einmal mehr, dass Petri und ihr Label OUR Recordings in einer Klasse für sich spielen. © 2015 ConcertoNet.com





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