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Album Reviews



 
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Heinz Braun
Klassik heute, August 2015

Aufgrund ihres hohen technischen und musikalischen Anspruches ist Olivier Messiaens Chormusik im gegenwärtigen Konzertleben leider viel zu wenig präsent. Ihr gerecht zu werden, gelingt nur Spitzenchören. Dazu kann man getrost die beiden Vokalensembles zählen, die sich für die vorliegende Aufnahme zusammengeschlossen haben: Das Nationale dänische Vokalensemble sowie der Nationale dänische Konzertchor. Unter Leitung des erfahrenen Chordirigenten Marcus Creed, der seit 2014 auch als Leiter des erstgenannten Chores fungiert, entfalten die Sängerinnen und Sänger einen für Messiaens Werke essentiellen, ebenso homogenen wie transparenten Klang. Die großartigen Chorsolisten überzeugen gleichermaßen.

Die Aufnahme vereint neben dem zentralen Chorwerk Messiaens, den Cinq Rechants für 12 Solostimmen aus dem Jahr 1948 und Messiaens bekanntem frühen O sacrum convivium! auch die Trois petites liturgies de la Présence divine in ihrer ursprünglichen Fassung für 18 Sopranstimmen, 16 Solostreicher, Klavier, Ondes Martenot, Celesta, Vibraphon und Schlagwerk. Dieses rund halbstündige Triptychon besticht durch den großen Farbenreichtum der Partitur, die für Messiaen so charakteristische Verwendung verschiedener Vogelstimmen, Anklänge an balinesische Gamelan-Musik und seine zuweilen geradezu ekstatische Klangwelt. Die Cinq Rechants—als letzter Teil von Messiaens Tristan-Trilogie entstanden, zu der auch sein Liederzyklus Harawi sowie die berühmte Trangalîla-Symphonie zählen—beeindrucken wiederum durch ihre spezifische Klangwelt mit mystischen Unisoni, Sprechpassagen und rhythmischer Kraft. Die exzellente Tontechnik tut ein Übriges, um die außerordentlichen Qualitäten der Sänger hervorzuheben. © 2015 Klassik heute




Remy Frank
Pizzicato, May 2015

Die ‘Trois petites Liturgies de la Présence Divine’ komponierte Olivier Messiaen in den Kriegsjahren 1943 und 1944. Sie drücken den Glauben des Komponisten in die Gegenwärtigkeit Gottes in allen Dingen aus. Die vorliegende Neuaufnahme bringt diesen naiv-kindlichen Glauben in einem schillernden Farbenspiel und wirbelnder Bewegungsrhythmik zum Ausdruck. Das kurze Stück ‘O sacrum convivium’ bringt introspektive Ruhe, ehe die ‘Cinq Rechants’, ein A capella-Werk, das Messiaens sogenannte Tristan-Trilogie beschließt, uns in eine ganz andere Klangwelt entführen.

Drei Sopran-, Alt-, Tenor- und Bassstimmen singen in Texturenvon Unisono und Hoquetus bis zu zwölfstimmiger Polyphonie, und Messiaens Augenmerk gilt hier der Rhythmik. Der Komponist erklärte, er habe Silben ausgewählt « wegen der Weichheit oder Gewalt ihres Anstoßes, wegen ihrer Fähigkeit, die musikalischen Rhythmen zu betonen. Sie erlauben eine einfache Kombination der vier Kategorien: des Phonetischen (Klangfarbe), des Dynamischen (Intensität), des Kinematischen (Betonungen) und des Quantitativen (Dauern)”. Das zeigt, welche Anforderungen hier an die Solisten gestellt werden. Marcus Creeds Leitung ist von extremer Klarheit und begegnet der Liebesthematik mit einer gewissen strengen Kühle, die manchmal an Stravinsky erinnert und das Surrealistische in Messiaens Musik in fast beängstigender Weise wiedergibt. © 2015 Pizzicato





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