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D. Zweipfennig
Online Merker, November 2015

Das katalanische Theaterkollektiv La Fura dels Baus ist für seine wagemutigen Inszenierungen bekannt, die die Bühnentechnik auf eine neue Stufe gehoben haben. Bei der Norrlands Operan in Schweden war für die Aufführung von Richard Strauss‘ „Elektra“ das Opernhaus schlicht zu klein für die Visionen der Katalanen. Stattdessen wurde die Oper Open Air auf dem Vorplatz des Opernhauses realisiert. Mit zwei Baukränen, die gigantische Puppen über den Platz schweben lassen, Hektolitern von Kunstblut, beginnend mit einem Meteoriteneinschlag direkt in den Opernplatz-See und etlichen anderen beeindruckenden Bühneneffekten ist La Fura dels Baus mit diesem Spektakel quasi eine „Wahnsinns“-Elektra gelungen—Diese Inszenierung hat live bereits Operngeschichte geschrieben und ist auf DVD/BD nun fürs Heimkino zu genießen. Allerdings glaube ich, dass man das Gigantische dieser Fantasy-Show live auf dem Platz wesentlich besser erfassen konnte als in immer wieder nahen Teilausschnitten auf DVD.

Sängerisch herrscht gepflegtes Mittelmaß, wobei die Klytämnestra von Ingrid Tobiasson am besten abschneidet. Elektra Ingela Brimberg bemüht sich nach Kräften, der Monsterpartie gerecht zu werden, was ihr bedingt gelingt. Eine rechte Katastrophe ist die stark wobbelnde Stimme von Susanna Levonen als Chrysothemis (o weh, die herrliche Partie…). Thomas Lander ist ein sehr raustimmiger Orest.

Beachtlich gut spielt das Sinfonieorchester der Norrlandsoperan den anspruchsvollen Strauss. Dirigent Rumon Gamba bemüht sich tatsächlich immer wieder um seine Sänger, aber die haben ja ohnehin Mikrofone.

Empfehlen kann man diese Aufnahme speziell aus Interesse für die Show, sängerisch gibt’s wirklich bessere. © 2015 Der Neue Merker





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