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image hifi, January 2019

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Audio (Germany), December 2018

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Fono Forum, December 2018

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Éva Pintér
Klassik heute, November 2018

Auch unter dem inzwischen etwas kommerziell gewordenen Begriff „Weihnachtsmusik“ kann der Zuhörer immer wieder überraschende Neuentdeckungen erleben. So auch in dieser Aufnahme des Margaretha Consort, in der Werke aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts in zeitgenössischen Bearbeitungen präsentiert werden. So ein Verfahren war damals recht verbreitet, und das Ensemble greift diese Möglichkeit dafür auf, einige Werke in einem eigenen, durchaus stilkundigen Arrangement anzubieten. Das Ergebnis ist ein farbenfrohes, jedoch immer dezentes Klangspektrum voller geistreicher Gegenüberstellungen vokaler und instrumentaler Gruppen wie etwa in Michael Praetorius‘ In dulci jubilo (tr. 4) oder dessen lebendig-fröhlichem Puer natus est (tr. 6). Auch die Balance zwischen transparent-solistischen und volltönenden Klängen wirkt sorgfältig ausgewogen (Quem Pastores von Praetorius, tr. 12).

Das Margaretha Consort beeindruckt durch seine gepflegte Textartikulation und ausgefeilte Gesangstechnik: im Heute ist Christus der Herr geboren von Heinrich Schütz (tr. 8) hört man mühelos perlende Koloraturen, Nobilissime Jesu von Alberik Mazák (tr. 6) besticht durch feine Echo-Effekte.

Eine hinsichtlich Programmzusammenstellung und Interpretation durchaus gelungene Einspielung also—es gibt dabei aber doch einen kleinen Wermutstropfen. Es ist nicht das erste Mal, dass der Musikliebhaber eine CD in die Hände bekommt, in deren Begleitheft lediglich ein recht allgemeiner Text abgedruckt wird. Informationen über die Werke und die Übersetzungen der Gesangstexte kann man dazu lediglich auf der Website des Consorts lesen. Der Käufer der Aufnahme hat nun zwei Möglichkeiten: entweder nimmt er die Dienste eines weiteren technischen Geräts in Anspruch (soweit dies gerade verfügbar ist) oder er lässt sich durch diese bezaubernden Musiken „einfach so“, ohne tieferes Verständnis einlullen. Beide Lösungen sind, gelinde gesagt, wenig überzeugend. © 2018 Klassik heute





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