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Album Reviews



 
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Ekkehard Pluta
Klassik heute, February 2008

(…) Andreas Spering, Barock-Experte und bekennender Haydn-Verehrer, hat sich bei dieser ersten Einspielung auf Originalinstrumenten mit Bedacht an die Urfassung gehalten, die er allerdings um zwei neu geschriebene, starke Chöre aus der späteren Version ergänzte. Seine Interpretation hat weit mehr als philologische Bedeutung, denn die Capella Augustina findet unter seiner Leitung zu einem funkensprühenden, gelegentlich elektrisierenden, auch in den stilleren Passagen eloquenten Musizieren, das allen Archivstaub von der Partitur wegpustet.(…)



www.codexflores.ch, February 2008

Haydns drittes (eigentlich erstes) Oratorium «Il ritorno di Tobia» ist im Gegensatz zu den beiden Publikumslieblingen «Schöpfung» und «Jahreszeiten» in den letzten Jahrhunderten fast völlig untergegangen. Dafür dürfte eine Verkettung ungünstiger Umstände verantwortlich sein: Zum einen ist die biblische Geschichte des Tobias, der aus der Fremde zurückkehrt und seines Vaters Blindheit heilt, heute kaum mehr ein Stoff, der Oratorienliebhaber anzieht. (…)

Nun hat Andreas Spering das Werk neu entdeckt und mit dem Vokalensemble Köln, der Capella Augustina und einem hochkarätigen Quintett aus Roberta Invernizzi (Rafaelle, Sopran), Sophie Karthäuser (Sara, Sopran), Ann Hallenberg (Anna, Alt), Anders J. Dahlin (Tobia, Tenor) und Nikolay Borchev (Tobit, Bass) erstmals mit historischen Instrumenten eingespielt. Die Aufnahme ist im September 2006 im Sendesaal des Funkhauses Köln des Deutschlandfunks realisiert worden.

Mehrere Dinge fügen sich dabei glücklich zusammen: So ist die Musik von Haydns Jugendwerk in den grossen Formen genauso überzeugend wie sie in der Gestaltung des Textes einfallsreich, farbig und trotz aller Erbaulichkeit streckenweise sehr dramatisch wirkt − die drei Stunden verfliegen beim Anhören und Staunen ob der Qualität des Werkes buchstäblich im Flug. Die Kurzweil ist auch das Verdienst der fast durchwegs überzeugenden Ausführenden (einzig der Tenor Anders J. Dahlin scheint im Orchester etwas unterzugehen). Zudem hat Spering in Sachen Interpretation ganze Arbeit geleistet. Das wendige Instrumentarium des 18. Jahrhunderts überzeugt in nie erlahmender Spielfreude mal mit lautmalerischen, mal mit angriffigen, aber auch mit behutsamen Klängen.

Den drei CD der Box ist ein informatives Booklet beigelegt. Es umfasst einen detaillierten Einführungsessay und den Originaltext des Librettos in Italienisch. Ein deutsche Übersetzung des Textbuches wird unter der Webadresse www.naxos.com/libretti/570300.htm bereitgestellt.




Christoph Vratz
Preis der deutschen Schallplattenkritik (German Record Critics’ Award), January 2008

Eine Aufnahme, die eine wunderbare Gelegenheit bietet, Haydn neu zu entdecken—sowohl mit Blick auf das Repertoire als auch auf seine musikalische Umsetzung. Die Capella Augustina und das VokalEnsemble Köln hauchen Haydns vergessenem Oratorium Il ritorno di Tobia neues Leben ein. Andreas Spering dirigiert diese Musik auf erfreulich klare, geistreiche Weise, historisch informiert, aber nie rau oder derb, sondern mit genauem Gespür dafür, was diese Musik verträgt und was nicht. Da schwingt Trauer mit und lyrische Zartheit; doch da gibt es auch große Momente von Leidenschaft und Sehnsucht, Hoffen und Bangen. Nahtlos passt sich das homogene Solistenensemble mit Ann Hallenberg als Anna an der Spitze dem hohen Gesamtniveau ein. © 2008 Preis der deutschen Schallplattenkritik (German Record Critics’ Award)





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