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D. Zweipfennig
Online Merker, June 2016

Aram Khachaturians zweite Sinfonie Die Glocke wurde vom Komponisten als „Requiem der Wut und des Protests gegen Krieg und Gewalt“ bezeichnet. Der Komponist arbeitete an der Sinfonie während des zweite Weltkriegs. Das Stück ist ebenso ein Zeugnis der sowjetischen Musik in der Zeit des Zweiten Weltkriegs wie etwa Schostakowitschs berühmte Leningrader Sinfonie, doch ist Khachaturians musikalische Sprache viel zugänglicher. Überhaupt ist viel zu wenig bekannt, dass der hierzulande vor allem für seinen Säbeltanz bekannt gewordene Armenier Khachaturian ein wichtiger Sinfoniker der Sowjet-Ära war. Zwar schrieb er nur drei Sinfonien, diese zählten aber vor allem in den Jahren der Sowjetunion bis zur politischen Wende der 1990er-Jahre zu den prägenden Werken der Orchestermusik in ganz Osteuropa. Khachaturians zweite Sinfonie entstand angeblich im Auftrag Stalins, dem nach einer Sinfonie verlangte, die das russische Volk anhand von musikalischem Schlachtengetümmel auf den Krieg einstimmen sollte. Ob an dieser modernen Legende etwas Wahres dran ist, lässt sich schlecht feststellen. Jedenfalls fiel Khachaturian ebenso wie Schostakowitsch, Prokofjew und viele andere unter die Leidtragenden des wenige Jahre später von Stalin initiierten „Schdanow-Dekrets“. Seine zweite Sinfonie ist jedenfalls ein äußerst eindrucksvolles Stück Musik geblieben und kann zudem als ein interessanter Teil der Musik- und Politikgeschichte verstanden werden. © 2016 Der Neue Merker





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