Classical Music Home

Welcome to Naxos Records

Email Password  
Not a subscriber yet?  
Keyword Search
 in   
 Classical Music Home > Naxos Album Reviews

Album Reviews



 
See latest reviews of other albums...

Ensemble Magazin für Kammermusik, December 2014

Den eigentlichen Impuls zur Komposition der beiden Kammermusikwerke für Violoncelllo, der „Drei Stucke für Violoncello und Klavier“ und der „Sonate für Violoncello und Klavier a-Moll“, verdanken wir Zemlinskys Freund, dem Cellisten Adolf Buxbaum. Viele Jahrzehnte galten die Partituren dieser Werke als verschollen und wurden erst nahezu ein Jahrhundert nach ihrer Entstehung aus ihrem unfreiwilligen Dornröschenschlaf befreit. Bei ihrer Wiederentdeckung befanden sich die Vorlagen im Archiv des Pianisten Peter Wallfisch. Dessen Sohn, der Cellist Raphael Wallfisch, hatte sie im Nachlass des Vaters gefunden und dem Zemlinsky-Experten Antony Beaumont übergeben.

Der erste satz des Werkes, eine Humoreske, wird ihrer Bezeichnung in jeder Hinsicht gerecht. Der knappe, nur drei Minuten Spieldauer umfassende Sats entfaltet sich aus einem auf Cello und Klavier verteilten, überaus kecken Hauptthema, dem ein melancholisch-lyrisches Thema unmittelbar gegenübergestellt wird, das dem Cellisten viel Gelegenheit zu expressiver Gestaltung gibt. eine lange, melodisch brillant gestaltete Kantilene im Cello prägt auch den zweiten Satz „Lied“, den man ohne Kenntnis des eigentlichen Autors auch für ein Werk von Brahms halten könnte. Vor allem die aparte Klavierbegleitung und due ausdrucksstarken crescendi im weiteren Verlauf erinnern an Brahms’ Klangwelten. Dabei ist er noch kürzer als der Eingangssatz in das Finale „Tarantell“ mit seinen springenden, rhytmisch genial vertrackten Themengebilden und seinem völlig überraschenden Ende. © 2014 Ensemble Magazin für Kammermusik





Naxos Records, a member of the Naxos Music Group