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alte-musik-forum.de, February 2015

Luc Beauséjour hat sich viel Zeit gelassen für die Vervollständigung seiner Aufnahme des "Alten Testaments" der Claviermusik—2005 hatte er das erste Buch aufgenommen, das 2007 auf CD erschien. Gelobt wurde seine Aufnahme allenthalben, war sie doch schnörkellos, mit klarer Darstellung in zügigen Tempi, ohne expressive Überfrachtung dieser Musik, die ja eigentlich als Studienmaterial für Tastenspieler gedacht war, als Vorlagensammlung zur Entwicklung der eigenen Kunst des Präludierens und Fugierens und nicht zur Darbietung im Konzert, erst recht nicht die ganze Sammlung am Stück—so sehr haben sich die Hörgewohnheiten und Aufführungsbedingungen seit damals gewandelt. Wer die ganze Sammlung in einer Sitzung hören möchte, kann sich sehr gut dem kanadischen Musiker anvertrauen, der auch das zweite Buch mit hörbarer Sympathie für die Stücke darbietet, vor allem die Fugen nicht nur als andächtig zu verehrende Meisterwerke guten Kontrapunktes spielt, sondern als schöne, manchmal sogar zärtliche Musik - gerade diese Haltung macht seine Aufnahme zu einem großen Genuss. Es ist sehr erfreulich, dass es immer häufiger Musiker gibt, die gerade in Bachs vermeintlich abstraktesten Werken die meiste Leidenschaft aufzuspüren vermögen und sie auch hörbar machen - Beauséjour gehört ohne jeden Zweifel zu ihnen.

Mehr muss man eigentlich gar nicht sagen - auch die Diskussion, ob manche Präludien eher auf die Orgel gehören oder ein Claviorganum, weil die Noten auf dem Cembalo nicht lange ausklingen, lässt er links liegen, man vermisst rein gar nichts, es entsteht nicht der geringste Zweifel, dass dies Cembalomusik ist—nur haben wir wie so oft einen dem Hause Bach fernen Instrumentenklang vor uns, mit zwei verschiedenen französischen Modellen; welches in welchem Stück erklingt, wird nicht verraten—die gelegentlichen Lautstärkeunterschiede zwischen und innerhalb der Tracks sind eher auf Manual- und Registerwechsel zurückzuführen. Wie dem auch sei, die optimale Spielweise haben wir hier; was noch zu wünschen bleibt, ist eine so gut gespielte Aufnahme auf einem thüringischen oder sächsischen Cembalo, oder auf einem Silbermann-Fortepiano–einzelne, besonders die nachweislich zuletzt entstandenen Stücke kann ich mir sehr gut darauf vorstellen. Bis dahin ist dies eine gute Empfehlung neben den nachstehend genannten Aufnahmen, denn die geradlinige Spielweise tut der Musik ausgesprochen gut, sie läuft wie von selbst. Erfreulich auch der nicht mit Hall überladene, sondern eher intime, aber dennoch räumliche Instrumentenklang, trotz Afnahme in einer Kirche in Ontario.© 2015 alte-musik-forum.de



alte-musik-forum.de, February 2015

Luc Beauséjour hat sich viel Zeit gelassen für die Vervollständigung seiner Aufnahme des “Alten Testaments” der Claviermusik—2005 hatte er das erste Buch aufgenommen, das 2007 auf CD erschien. Gelobt wurde seine Aufnahme allenthalben, war sie doch schnörkellos, mit klarer Darstellung in zügigen Tempi, ohne expressive Überfrachtung dieser Musik, die ja eigentlich als Studienmaterial für Tastenspieler gedacht war, als Vorlagensammlung zur Entwicklung der eigenen Kunst des Präludierens und Fugierens und nicht zur Darbietung im Konzert, erst recht nicht die ganze Sammlung am Stück—so sehr haben sich die Hörgewohnheiten und Aufführungsbedingungen seit damals gewandelt. Wer die ganze Sammlung in einer Sitzung hören möchte, kann sich sehr gut dem kanadischen Musiker anvertrauen, der auch das zweite Buch mit hörbarer Sympathie für die Stücke darbietet, vor allem die Fugen nicht nur als andächtig zu verehrende Meisterwerke guten Kontrapunktes spielt, sondern als schöne, manchmal sogar zärtliche Musik—gerade diese Haltung macht seine Aufnahme zu einem großen Genuss. Es ist sehr erfreulich, dass es immer häufiger Musiker gibt, die gerade in Bachs vermeintlich abstraktesten Werken die meiste Leidenschaft aufzuspüren vermögen und sie auch hörbar machen—Beauséjour gehört ohne jeden Zweifel zu ihnen.

Mehr muss man eigentlich gar nicht sagen—auch die Diskussion, ob manche Präludien eher auf die Orgel gehören oder ein Claviorganum, weil die Noten auf dem Cembalo nicht lange ausklingen, lässt er links liegen, man vermisst rein gar nichts, es entsteht nicht der geringste Zweifel, dass dies Cembalomusik ist—nur haben wir wie so oft einen dem Hause Bach fernen Instrumentenklang vor uns, mit zwei verschiedenen französischen Modellen; welches in welchem Stück erklingt, wird nicht verraten—die gelegentlichen Lautstärkeunterschiede zwischen und innerhalb der Tracks sind eher auf Manual- und Registerwechsel zurückzuführen. Wie dem auch sei, die optimale Spielweise haben wir hier; was noch zu wünschen bleibt, ist eine so gut gespielte Aufnahme auf einem thüringischen oder sächsischen Cembalo, oder auf einem Silbermann-Fortepiano—einzelne, besonders die nachweislich zuletzt entstandenen Stücke kann ich mir sehr gut darauf vorstellen. Bis dahin ist dies eine gute Empfehlung neben den nachstehend genannten Aufnahmen, denn die geradlinige Spielweise tut der Musik ausgesprochen gut, sie läuft wie von selbst. Erfreulich auch der nicht mit Hall überladene, sondern eher intime, aber dennoch räumliche Instrumentenklang, trotz Aufnahme in einer Kirche in Ontario. © 2015 alte-musik-forum.de





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