Classical Music Home

Welcome to Naxos Records

Email Password  
Not a subscriber yet?  
Keyword Search
 in   
 Classical Music Home > Naxos Album Reviews

Album Reviews



 
See latest reviews of other albums...


Remy Franck
Pizzicato, May 2014

Wenn es darum geht, chinesische und westliche Musik in einer neuen, selbstschöpferischen Sprache zu vereinen, ist Bright Sheng ein Meister in diesem Fach. Die drei Stücke dieser CD zeigen das. Sheng schreibt nicht, wie andere Komponisten, eine im Grunde westliche Musik mit chinesischen Verzierungen, er schafft wirklich etwas Neues! In einem gewissen Sinne verfährt er wie Bartok, der Musik aufgrund seiner Sammlung von traditioneller Musik seiner Heimat komponierte und diese in einem neuen Gedankenfluss zu etwas ganz Eigenem formulierte.

‘The Song and Dance of Tears’ (2003, rev. 2013) ist das Ergebnis von Bright Shengs Musikforschungsarbeiten entlang der Seidenstraße. Der Komponist benutzt zwar nicht direkt die Musik, die er sammelte, aber er ließ Eindrücke davon in dieses Stück einfließen, das die Sheng, die chinesische Mundorgel, und die Pipa, ein chinesisches Zupfinstrument, virtuos einsetzt.

‘Colors of Crimson’ (2004) ist ein Auftragswerk des Philharmonischen Orchesters Luxemburg und wurde am 16. September 2004 mit der Widmungsträgerin Evelyn Glennie unter der Leitung von Bramwell Tovey in Luxemburg uraufgeführt.

In einem Interview mit Pizzicato sagte der Komponist damals: « Marimba is a difficult instrument. Not only it is virtuoso to play, but as a composer I think that marimba has a very limited tone quality. It is essentially a rhythmic instrument and not a melodic one. But in theory piano is also like a rhythmic instrument. However, with the pedal, with the legato, a pianist can make the piano really sing a melodic line. Marimba is less resonant than the piano and so I had a lot of difficulty writing this piece. I was excited by the instrument and I was pushing myself. Evelyn told me she was looking for a piece in which the emotional part was in the solo instruments. So far in all the orchestral pieces with marimba, the emotional part is in the orchestra. The question was how to make the marimba sing? I must say that it was a difficult work, because I had to deal with the tone quality and to keep this woody marimba interesting during the whole concerto. That’s why I came up with the title: Colors of Crimson. To me it means the different shades within the same color range, crimson is a kind of red, The variants could be purple red, bluish red, orange red. It is like the marimba which has a very limited timbre itself. So what I tried to do is to have the orchestra helping the marimba and make it sound more resonant than it is. But the piece is not only difficult for me; it is also difficult for the soloist. Colors of Crimson lives and dies with the soloist. »

Pius Cheung ist ein herausragend guter Marimba-Solist in dieser Aufnahme, und der Komponist zieht alle Register, um ein Maximum an Atmosphäre in diesem schönen Werk zu erzielen.

Die Inspiration zu ‘The Blazing Mirage’ (2012) für Cello und Streicher kam Sheng nach einem Besuch der Höhlen von Mogao an der Seidenstraße, wo buddhistische Mönche zwischen dem 4. und dem 12. Jahrhundert etwa 1000 Höhlen in die durchschnittlich 17 Meter hohen Sandsteinfelsen geschlagen und mit buddhistischen Motiven verziert haben. 492 dieser Höhlen sind heute noch erhalten und zum Teil für Besucher zugänglich.

Die Motive der Musik stammen aus der Gegend, und der Titel geht auf eine Legende zurück, laut der ein Mönch eine Vision von 1000 goldglänzenden Buddhas hatte und ihn dazu brachte, die erste Höhle in Angriff zu nehmen. Als Motive wählte Sheng alte Volksmelodien der Gegend und verarbeitete sie zu einem anspruchsvollen Werk, welches der ungemein sensuell spielende Cellist Trey Lee und das ‘Hong Kong Philharmonic’ unter des Komponisten Leitung zu einem packenden Erlebnis machen. © 2014 Pizzicato





Naxos Records, a member of the Naxos Music Group