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ouverture - Das Klassik-Blog, April 2014

Camillo Schumann (1872 bis 1946) stammte aus dem sächsischen Königstein. Der Sohn des Stadtmusikdirektors erlernte schon als Kind diverse Instrumente; im Alter von zwölf Jahren war er bereits für die Bläser verantwortlich, die vom Turm der Stadtkirche in seiner Heimatstadt herab musizierten. Nach einem kurzen Aufenthalt in Dresden begann er 1889 seine Ausbildung am Leipziger Konservatorium; 1894/95 vervollstän digte er diese an der Hochschule für Musik in Berlin. Zu seinen Lehrern gehörten Carl Reinecke und Woldemar Bargiel.

1896 erhielt Schumann eine Anstellung als Organist in Eisenach. Dort wirkte er sehr engagiert, und erwarb sich binnen kurzem einen exzellenten Ruf weit über die Region hinaus. 1914 ging Schumann nach Bad Gottleuba, um sich ganz dem Komponieren zu widmen. Daraus wurde letztendlich nichts, denn die wirtschaftliche Not zwang den Musiker zurück in die Kirchenmusik. So kamen etliche sächsische Gemeinden in den Genuss herausragender Orgelkonzerte. Parallel dazu entstanden zahlreiche weitere Werke. Sie sind, so berichtet das sehr informative Beiheft zu dieser CD, nahezu vollständig erhalten und befinden sich heute im Sächsischen Hauptstaatsarchiv in Dresden.

Camillo Schumann war ein bekennender Spätromantiker. Die Ton sprache des Komponisten zeigt ihn in der Nachfolge von Brahms, Liszt und Rachmaninoff. In dem umfangreichen Gesamtwerk hat die Kammermusik bei weitem das größte Gewicht. Doch zu hören sind Stücke von Camillo Schumann nur sehr selten. Desto erfreulicher ist es, dass nun ein Teil seiner Werke für Violoncello in einer faszinieren den Einspielung bei Naxos erschienen ist. Maria Kliegel lässt sich am Cello mit wundervollem, satten Ton hören. Mit Schwung und großen melodischen Bögen gestaltet sie das musikalische Zwiegespräch mit Francesco Piemontesi, ihrem Partner am Klavier. Es erklingen die Sonaten Nr 1 und 2 für Klavier (!) und Violoncello sowie Romanze und Mazurka, großformatige Konzertstücke op. 20. © 2014 ouverture - Das Klassik-Blog





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