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ouverture - Das Klassik-Blog, December 2015

Peter Cornelius (1824 bis 1874) entstammte einer Künstlerfamilie. Seine Eltern waren Schauspieler, und zunächst sah es auch ganz danach aus, als wollte der Sohn ihrem Vorbild folgen: Schon mit 19 Jahren wurde er in Mainz zum Hofschauspieler ernannt. Doch nach dem Tode seines Vaters studierte Cornelius, unterstützt von seinem Onkel, einem berühmten Maler, in Berlin Musik. Er stand Liszt nahe, und verbrachte etliche Jahre in Weimar, wo Cornelius unter anderem (katholische) Kirchenmusik und als Kritiker für diverse Musikzeitschriften schrieb. 1858 gab es allerdings einen Eklat bei der Premiere seiner Oper Der Barbier von Bagdad: Liszt dirigierte—und Liszts Gegner störten die Aufführung.

Cornelius ging daraufhin nach Wien. Dort setzte er sich für die Musik Wagners ein, der ihn schließlich 1864 nach München rief, wo König Ludwig II. dem Musiker einen Ehrensold zukommen ließ. 1867 wurde Cornelius Dozent an der neugegründeten Musikhochschule, und zudem ein glücklicher Familienvater. Bei einem Besuch in Mainz 1874 starb der Komponist an Diabetes; sein Grab befindet sich auf dem Mainzer Hauptfriedhof. In Mainz, im Peter-Cornelius-Archiv der Stadtbibliothek, befindet sich auch die größte Sammlung von Werken des Künstlers.

Cornelius sah sich selbst als „Dichterkomponist“. Er schuf mehr als 700 Gedichte, er übersetzte, schrieb Libretti und publizierte in Zeitschriften. In seinem musikalischen Werk dominierte die Vokalmusik; neben Kirchenmusik schrieb er vor allem Lieder, wobei er viele seiner eigenen Texte vertonte. Und auch wenn er Liszt und Wagner persönlich nahestand, so ist sein künstlerisches Schaffen doch von einer ganz erstaunlichen Unabhängigkeit und Originalität geprägt.

Dass Peter Cornelius, zumal als Liedkomponist, mehr Aufmerksamkeit verdient hätte, zeigt nun das Label Naxos mit einer Gesamteinspielung der Lieder des Komponisten durch erstklassige Interpreten. Empfohlen sei hier, passend zur Jahreszeit, die Folge vier, unter anderem mit den Neun Geistlichen Liedern op. 2 „Vater unser“ sowie den Weihnachtsliedern op. 8. Tenor Markus Schäfer zeigt sich als ein exzellenter Liedersänger; auch Christina Landshamer begeistert mit ihrem schönen Sopran, aber man wünscht sich von der Sängerin eine bessere Textverständlichkeit. Matthias Veit beeindruckt als ausgezeichneter Klavierbegleiter; er hat allerdings bei Cornelius' Liedern auch einen dankbaren Part. Unbedingt anhören! © 2015 ouverture - Das Klassik-Blog





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