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Album Reviews



 
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Matthias Hengelbrock
Fono Forum, September 2014

Ferdinando Richardson (1558–1618) war. kein Berufsmusiker,sondern Kammerdiener Elisabeths 1. Es wird vermutet, dass er die Anfertigung des berühmten “Fitzwilliam Virginal Book” beaufsichtigte, in dem sich auch einige Stücke aus seiner Feder befinden; weitere sind im “Weelkes-Manuskript” überliefert. Richardson studierte bei Tallis und war seinen Zeitgenossen Byrd, Bull, Morley und Farnaby eng verbunden. Die Qualitat seiner Werke ist offenbar die Frucht dieser Beziehungen und belegt einmal mehr, dass die Unterscheidung zwischen Berufs-und Amateurmusikern in dieser Zeit nur eine Frage des sozialen Standes, nicht des Konnens war.

Da nur sieben Originalkompositionen und eine Bearbeitung von Richardson erhalten sind, musste Glen Wilson sein Programm auffüllen, um die Spielzeit einer CD zu füllen. Er hat aus der Not eine Tugend gemacht und einerseits aus dem bereits erwahnten “Weelkes-Manuskript” fünf anonyme Cembalo-Arrangements von Consort-Fantasien oder Consort-Songs, andererseits fünf kleine Einze1stücke aus Richardsons weiterem Umfeld ausgesucht—Preziosen, die durchweg horenswert sind. WIlson spielt sie und die Werke des Hauptkomponisten dieser CD mit DeIikatesse, arbeitet ihren eigenen Charakter liebevoll heraus, ohne sie zu überfrachten, brilliert in den virtuosen Variationen und wahrt immer den würdevollen Duktus dieser Musik. über das klanglich sehr ansprechende Cembalo erfahrt man nichts, die Werkeinfiihrung wurde in kleinster Schrift auf einem Faltblatt zusammengequetscht—Tribute an eine Billigproduktion, über die man angesichts der hohen inhaltlichen

Qualitat hinwegsehen mag. © 2014 Fono Forum




Sabine Fallenstein
Preis der deutschen Schallplattenkritik (German Record Critics’ Award), August 2014

Er war „Kammerherr“ der Königin. Doch hinter diesem Titel verbarg sich kein einfacher Diener. Vielmehr saß Ferdinando Richardson an einer Schaltstelle des englischen Hofs, ganz nahe bei Elizabeth I. und später James I., der ihm wahrscheinlich die Zusammenstellung des berühmten „Fitzwilliam Virginal Book“ anvertraute. Richardson war für diese anspruchsvolle Aufgabe prädestiniert, komponierte er doch selbst Musik auf höchstem Niveau. Nur Weniges davon ist überliefert. Die Pavanen, Galliarden und Variationen, die wir heute von ihm haben, weisen ihn aus als herausragenden Tastenvirtuosen. Wenn Richardsons musikalisches Erbe jetzt in Kombination mit Raritäten seiner Zeitgenossen wiederbelebt wird, ist der Cembalist Glen Wilson der ideale Interpret, um diese Hörreise in die Welt der Virginalisten als farbenreiches Erlebnis zu gestalten. © 2014 Preis der deutschen Schallplattenkritik (German Record Critics’ Award)





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