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Remy Franck
Pizzicato, August 2014

Ernő Dohnanyi unterrichtete ab 1949 und bis zu seinem Tode im Jahre 1960 an der ‘Florida State University’ und leitete dort auch das Orchester, das auf dieser Naxos-CD seine Zweite Symphonie spielt. Alexander Jiménez promovierte über die Musik Dohnanyis. Es sind also etliche Bindungen gegeben, die zur Qualität dieser Aufnahme beigetragen haben mögen. Das Universitätsorchester von ‘Florida State’ ist sicher kein Spitzenorchester, aber es spielt die gegen Ende des 2. Weltkriegs entstandene Zweite Symphonie doch auch technisch auf solidem Niveau, von Jiménez deutlich zu engagiertem Musizieren inspiriert.

Der markante erste Satz lebt von großer Leidenschaftlichkeit, das Adagio von pastoraler Ruhe. Geradezu mitreißend und von sprühendem Humor ist die Burla, der dritte Satz, der zum tief ernsten Finale führt, dessen Hauptthema von Bachs ‘Komm süßer Tod’ abgeleitet ist. Dohnanyi zufolge sollte diese Musik ein Zitat des ungarischen Dramatikers Imre Madach illustrieren, in dem es heißt, das Ziel des Lebens sei das Ende eines großartigen Kampfes, der Tod.

Eine wertvolle und thematisch logische ‘Zugabe’ sind die hier erstmals auf Schallplatte zu hörenden ‘Zwei Lieder’ auf Gedichte von Wilhelm Conrad Gomoll, die sich ebenfalls mit den Themen Leben und Tod befassen und ‘per aspera ad astra’ zu einem strahlenden Bekenntnis zum Leben führen. Evan Thomas Jones ist ein stimmlich wie gestalterisch ungemein guter Interpret, effektvoll gestützt von Jiménez. © 2014 Pizzicato





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