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Johan van Veen
Toccata Magazine, January 2015

Es war insbesondere Matthew Locke, der seinen Kompositionsstil teilweise dem Geschmack Charles II. anpassen musste, denn nach der Restauration war er der führende Komponist Englands. Er wurde zum Koponisten der Twenty-Four Violins und der Private Musick ernannt. Letzteres Familie in der Privy Chamber, den Privatappartements in Whitehall. Das Ensemble Wayward Sisters hat den ersten Teil der Sammlung The Broken Consort von 1661 eingespielt. diese besteht aus sogenannten ‘fantasy suites’, mit einer Fantasia, einer Courante und einer Sarabande. Diese Fantasien sind weniger vom Kontrapunkt dominiert als ältere ‘fantasy suites’ von Komponisten wie Coprario und William Lawes. Drei Mitglieder der Private Musick bildeten das Broken Consort, und es steht fest, dass Locke seine Suiten für dieses Ensemble komponiert hat. Es bestand aus zwei Geigen und einer Gambe—Instrumente unter-schiedlicher Familien, was den Namen des Ensembles erklärt. Wayward Sisters scheinen einem Missverständniss zum Opfer gefallen zu sein, denn sie führen diese Suiten mit einer Blockflöte und einer Geige aus, wahrscheinlich aus der Uberlegung, man sollte dem Namen ‘broken consort’ gerecht werden. Dafür braucht man aber in diesem Fall keine Blockflöte. Es gibt auch keine Hinweise, dass sie im Broken Consort am königlichen Hof gespielt wurde. Es wirkt sich musikalisch negativ aus, denn die Blockflöte dominiert zu stark und die Balance zwischen Blockflöte und Geige ist nicht ideal. Merkwürdig ist auch die Verwendung eines Violoncellos, denn zur Zeit spielte dieses Instrument in england kaum eine Rolle. Die vielen eigenartigkeiten dieser Suiten kommen in einer Interpretation mit bietet sich die Einspielung des Locke consort (Metronome, 2011) an. Die zwei Suiten aus der Sammlung Tripla Concordia kommen besser zur Geltung, vielleicht weil zie etwas ‘konventioneller’ sind als The Broken Consort. Wayward sisters spielt schön—daran liegt es nicht, dass diese Einspielung nicht das bietet, was man hoffen würde, sondern eher an einer fehlschlagenden Einscheidung bezüglich der Besetzung. © 2015 Toccata Magazine





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