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Album Reviews



 
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Manuel Stangorra
www.klassik.com, July 2017

Tianwa Yang landet auch mit dieser Einspielung einen Volltreffer. Ihr Vortrag von Lalos ‘Symphonie espagnole’ ist sensationell. Ihr zur Seite stellt sie ein weiteres Violinkonzert mit spanischem Kolorit, das unbedingt lohenswert ist. © 2017 www.klassik.com




Norbert Hornig
Preis der deutschen Schallplattenkritik (German Record Critics’ Award), February 2017

Seine Symphonie espagnole hatte Lalo einst Pablo de Sarasate in die Finger geschrieben: ein meisterliches Virtuosenkonzert. Tianwa Yang spielt den Solopart mit hinreißendem Elan: Das ist Violinspiel auf höchstem spieltechnischem Niveau, in einer Sphäre völliger gestalterischer Freiheit, leicht, raffiniert, rassig, temperamentvoll! Höchst reizvoll die Ergänzung durch das eher unbekannte Concierto espanol von Joan Manén, der einer der wichtigsten spanischen Violinvirtuosen nach Sarasate war. Sein Fritz Kreisler gewidmetes Konzert ist ein unbedingt hörenswertes Virtuosenstück mit viel spanischem Flair. Tianwa Yang lebt darin, sie trifft den Nerv dieser Musiken. Darrell Ang schafft mit seinem Orchester ein inspirierendes Umfeld für die bravouröse Solistin. Und auch klanglich bleiben bei diesen Referenzaufnahmen keine Wünsche offen. © 2017 Preis der deutschen Schallplattenkritik (German Record Critics’ Award)




Remy Franck
Pizzicato, October 2016

Wenn es einmal eine Liste der besten Geiger des 21. Jahrhunderts geben sollte, wäre es nur richtig, wenn der Name Tianwa Yang darin enthalten wäre. Die 1987 in Beijing geborene Geigerin legt mit dieser neuen Naxos-CD einen weiteren eklatanten Beweis für ihr großartiges Talent vor.

Von den ersten Noten an packt sie den Hörer mit einem feurig-farbigen, beseelten Spiel. Im Zusammenspiel mit dem Orchester entsteht eine Symbiose, die aus den Ohren via Bauch an die Gehirnströme vermeldet: hier geschieht Außergewöhnliches, hier wird kribbelig-erregend musiziert. Das Rassige in Lalos ‘Symphonie Espagnole’ ist wohl selten so geheimnisvoll geworden.

Im Brio wie im Pianissimo ist Yang technisch überlegen, mit einer perfekten Kontrolle des Vibrato, einem idealen Gewicht in ihrem eleganten Phrasieren und einer Farbpalette, die von dunklen Tönen bis zu sonnigen Nuancen reicht.

Die Flexibilität des sehr dynamischen Orchesterspiels verbindet sich in idealer Weise mit Tianwa Yangs magischem Geigenspiel und lässt Lalos Musik ebenso bewegend wie charmant werden. Spannende Tempi, eine spontane Rhythmik, plastische Details, Akzente, die den Konturen Licht und Schatten geben, Klangnuancen, die das Werk von innen her aufleben lassen, all das haben wir so beglückend eigentlich nur in der Vengorov-Pappano-Aufnahme gehört.

Der Katalane Joan Manén (1883–1971), als Geiger und Komponist ein Konkurrent von Pablo Sarasate, hat einen weitaus umfassenderen Werkkatalog hinterlassen als dieser, mit Opern, Symphonien, Balletten, Instrumentalkonzerten, und, wie Sarasate, zahlreichen Kompositionen für Violine und Klavier. Sein Violinkonzert schrieb er, als er 14 Jahre alt war, revidierte es aber im Jahre 1935.

Tianwa Yang und Darrel Ang (Singapur), der talentierte Gewinner des Dirigentenwettbewerbs in Besançon im Jahre 2007, investieren sich voll und ganz, um Manéns Komposition möglichst attraktiv werden zu lassen. Nach einem von der Musik her nicht ganz so beeindruckenden ersten Satz stechen das schöne und wunderbar lyrische gespielte Lamento und der beschwingte, sehr spanisch klingende Finalsatz hervor und machen dies zu einer am Ende wirklich wertvollen Entdeckung. © 2016 Pizzicato



Guido Krawinkel
Klassik heute, October 2016

Steil nach oben zeigt die Karrierekurve von Tianwa Yang. Die Geigerin hat sich durch zahlreiche Auszeichnungen und Preise an die Spitze der geigerischen Elite gespielt und auch die Einspielung mit Violinkonzerten von Edouard Lalo und Joan Manén bestätigt diesen Ausnahmestatus einmal mehr. Yang spielt nicht nur brillant, sondern auch unglaublich feinsinnig. Dass sie über eine phänomenale Technik verfügt, extrem sauber spielt, jeden geigerischen Parforceritt mit einer geradezu jenseitig anmutenden Leichtigkeit absolviert und dabei auch noch schöne Musik macht—zuweilen mutet es fast zu schön an um wahr zu sein.

Doch genau so ist es bei dieser Einspielung. Yang spielt nicht nur Lalos pittoreske Symphonie espagnole—hier vollständig mit Intermezzo zu hören—mit unanfechtbarer Brillanz und musikalisch schlüssiger Dramaturgie, mit Joan Manéns erstem Violinkonzert, das den bezeichnenden Titel Concierto espagnol trägt, widmet sie sich zudem einem nahezu unbekannten, dafür aber umso interessanteren Werk. Denn gegenüber Manéns authentisch spanisches Melos atmender Musik verblasst selbst Lalos konzertante Symphonie als genretypischer Abklatsch. Die Musik atmet den impressionistischen Geist der Jahrhundertwende und besticht über das Lokalkolorit hinaus mit musikalischer Substanz. Manén war im übrigen einer der berühmtesten Geiger und Komponisten seiner Zeit, der heute leider einem breiten Publikum völlig unbekannt ist.

Das sollte diese herausragende Einspielung ändern, zumal mit dem Orchestra Simfònica de Barcelona i National de Catalunya unter der Leitung von Darrell Ang ein ausgezeichneter Klangkörper zur Verfügung steht. Nur im ersten Satz der Lalo-Symphonie manövriert Ang das Orchester zuweilen in eine Akzentfalle, das dann wie ein schwerer Tanker durch die hohe See von betonter Zählzeit zu betonter Zählzeit stampft. Doch die große Farbigkeit von Manéns Musik und die delikate Eleganz bei Lalos werden überaus gelungen eingefangen. © 2016 Klassik heute



KlassikErleben, September 2016

Musiker seien eine Art Schauspieler, sagte die junge Chinesin Tianwa Yang einmal im Rahmen der ECHO-Preisverleihung. “Jeden Tag fühlt man sich anders, das macht diesen Beruf ja auch so spannend.” 2015 wurde die Geigerin Instrumentalistin des Jahres. Nun veröffentlicht Yang, die als größtes Zukunftstalent unter jungen Geigern gilt, in ihrer wunderbaren Musikalität zwei Violinkonzerte, von denen zumindest eines nicht unbedingt zum Mainstream des Geigenrepertoires gehört. Der 1971 gestorbene Katalane Juan Manen war selbst Geiger und hinterließ mit seinem Concierto espanol ein Werk, das vom Kolorit seiner Heimat erfüllt ist. Edouard Lalos “Symphonie espagnole” ist ebenfalls von spanischem Kolorit beeinflusst und stark an Tschaikowski orientiert. © 2016 KlassikErleben





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