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Album Reviews



 
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Salvatore Pichireddu
artistxite, June 2016

Maurice Ravel war nicht nur der Komponist des berühmten und leider auch berüchtigten “Boléro”, er war ebenso der Schöpfer virtuoser Klaviermusik, vielschichtiger Kammermusik und meisterlich arrangierter Orchesterwerke. Mehr noch, er hatte das (seltene) Talent, die Musik anderer Komponisten originell arrangieren zu können. Es ist vielleicht also gar nicht so verwunderlich, dass Ravels bekanntestes Werk nach dem “Boléro” gar nicht von ihm, sondern von Modest Mussorgsky ist. Für dessen “Bilder einer Ausstellung” schrieb Ravel eine kongeniale Orchesterfassung, die bis zum heutigen Tag (trotz zahlreicher Konkurrenten) der unbestrittene Favorit des Publikums ist. Im Rahmen der Gesamtaufnahme der Orchesterwerke Ravels legt das brillante Orchestre National de Lyon unter Leonard Slatkin ein Album vor, das Ravels Orchestrierungen zusammenfasst. Es enthält neben Mussorgskys “Bildern” auch Werke von Emmanuel Chabrier, Claude Debussy und die leider nur fragmentarisch erhaltene Bearbeitung des “Carnaval” von Robert Schumann. Das südfranzösische Orchester spielt Ravels impressionistischen Klangmalereien sehr fokussiert und rhythmisch akzentuiert. Slatkin macht durch sein umsichtiges und sehr detailgetreues Dirigat viele Nuancen der Orchestrierung hörbar, die üblicherweise auf der Strecke bleiben. Nicht nur wegen der hörenswerten Raritäten, sondern auch (und gerade) wegen der mustergültigen Umsetzung der Bilder ist es ein Album geworden, das man jedem Ravel-Fan (und nicht nur denen) aufs Wärmste empfehlen kann. © 2016 artistxite




Remy Franck
Pizzicato, May 2016

So bekannt auch Ravels Orchestrierung von Mussorgskys ‘Bildern einer Ausstellung’ ist, so wenig bekannt sind die anderen Stücke dieser CD, deren Katalogwert allein dadurch sehr hoch ist. Noch wichtiger wird die Aufnahme aber durch das absolut hinreißende Spiel des ‘Orchestre National de Lyon’. Besonders deutlich wird das in den ‘Bildern einer Ausstellung’. Dass Ravels Orchestrierung genial ist, war gewusst, was sie aber alles an Farben und Details enthält, wurde wohl kaum je so deutlich wie in Leonard Slatkins Interpretation. Der Dirigent scheint jede Phrasierung neu überlegt, die Relation zwischen den Instrumentengruppen neu definiert und die Lichtverteilung optimiert zu haben. Das Resultat ist vergleichbar mit der Restaurierung der Sixtinischen Kapelle im Vatikan…

Auch in den übrigen Werken zeigt Slatkins sehr differenzierende Gestaltung, wie gut Ravel die Musik von Schumann, Debussy und Chabrier orchestriert hat. Eine Glanzleistung des Orchesters aus Lyon! © 2016 Pizzicato





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