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Remy Franck
Pizzicato, July 2014

Die charmante Serenade deutet aber auch überhaupt nicht auf das direkt sensationelle Hörerlebnis hin, das darauf folgt: Salvatore di Vittorios Neuentdeckung des ‘Trittico Botticellano’. Dieses Werk ist eine Hommage an den Maler Sandro Botticelli (1445-1510). Als Vorlagen wählte Respighi die drei wohl bekanntesten GemäIde des Renaissance-Künstlers: ‘Der Frühling’, ‘Anbetung der heiligen drei Könige’ und ‘Die Geburt der Venus’, deren Stimmungen er musikalisch auszudrücken versucht. In keiner der mir bekannten Einspielungen wird ein solcher Grad an orchestraler Transparenz erreicht wie in dieser Einspielung. Di Vittorio strahlt die Musikbilder mit einem starken Leuchtmittel an, und er benutzt kein LED, da dieses das Licht nicht im vollen Spektrum abgibt. Hell ist klar, aber nicht grell. In dieser Interpretation erhalten alle Farben ihren vollen Wert, und die Musik ruft, obschon so unerhört detailklar, ein Gefühl der Wärme hervor.

Auch ‘Gli Uccelli’ (Die Vögel) bekommen einen Renovierungsanstrich mit Tiefengrundreinigung verpasst. Jede der porträtierten Federviehsorten wird artengerecht behandelt, und Respighis musikalische Kennzeichnungen werden raffiniert zum Klingen gebracht. So viele Details habe ich bislang auch in diesem Stück noch nie gehört.

Die Orgelsuite ist eine Komposition von ganz anderer Qualität, und da kann auch die beste Interpretation nicht viel helfen. Die Streicher bemühen sich redlich in diesem Werk, mit dem Respighi an alte italienische Musik anzuknüpfen versucht, aber gegen das pathetisch im Hintergrund ‘orgelnde’ Soloinstrument kommen sie nicht an, obwohl an der Interpretation eigentlich nichts auszusetzen ist. Bei Respighi muss man leider immer mit schwächerer Musik rechnen… © 2014 Pizzicato





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