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Andreas Friesenhagen
Fono Forum, May 2015

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Salvatore Pichireddu
artistxite, January 2015

Camille Saint-Saëns schrieb in seiner langen kreativen Schaffenszeit zahlreiche Werke, von denen heute (leider) nur ein Bruchteil regelmäßig aufgeführt wird: Neben der populären Orchesterfantasie „Der Karneval der Tiere“ hat vor allem seine Sinfonie No. 3 in c-Moll op. 78, die sogenannte „Orgelsinfonie“ von 1886, außerhalb Frankreichs den Zahn der Zeit unbeschadet überstanden. Übrigens: Der Originaltitel „Symphonie No. 3 avec orgue“ (mit Orgel) umschreibt die sporadische Verwendung der Orgel in dem hochromantischen Werk besser. Sie spielt nämlich keine maßgebliche, sondern nur eine ergänzende Rolle. Eine Neuaufnahme dieser mit Abstand populärsten Sinfonie Saint-Saëns' muss sich an einer großen Konkurrenz messen lassen: Charles Munch, Eugene Ormandy, Christoph Eschenbach und Jean Martinon (und einige andere mehr) haben die Messlatte hierfür sehr hoch gelegt. Leonard Slatkins vorliegende Neuaufnahme besteht den Vergleich mit den großen Namen mit Bravour. Der US-amerikanische Dirigent legt mit dem Orchestre National de Lyon eine mitreißende und eine (im Gegensatz zu den älteren Aufnahmen) klanglich durch und durch gelungene und ausgewogene Aufnahme vor, die die vielen kleinen Nuancen des Werkes hörbar macht. Gerade in den kraftvollen Tutti-Passagen überzeugt die transparente Akustik. Hinzu kommt die Übersicht Slatkins, der die Sinfonie nicht eine Sekunde aus dem Lot geraten lässt. Ein weiterer Pluspunkt ist der Organist Vincent Warnier. Er überzeugt mit energischem Spiel an der klangschönen Cavaillé-Coll/Gonzalez/Aubertin-Orgel des Auditoriums in Lyon nicht nur bei der „Orgelsinfonie“, sondern auch (und vor allem) bei den beiden hörenswerten Dreingaben des Albums: der selten gespielten, zweisätzigen Suite für Orgel und Orchester „Cyprès et Lauriers“ und der wuchtig-kraftvollen geratenen Transkription für Solo-Orgel des bekannten „Danse macabre“-Satzes aus dem „Karneval der Tiere“. Auf diesem Niveau möchte man gerne noch viel mehr von Saint-Saëns chronisch unterschätzter Musik hören. © 2015 artistxite





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