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ouverture - Das Klassik-Blog, November 2015

Carl Czerny (1791 bis 1857) war ein exzellenter Pianist. Den ersten Unterricht erhielt er bei seinem Vater, der sich als Klavierlehrer aus großer Armut emporgearbeitet hat. Im Alter von neun Jahren spielte Carl Czerny Ludwig van Beethoven vor, und wurde dessen Schüler. Er studierte zudem bei Muzio Clementi, Antonio Salieri und Johann Nepomuk Hummel.

Bei der Wiener Erstaufführung von Beethovens fünftem Klavierkonzert („Emperor“) spielte Czerny den Klavierpart. Dennoch trat er relativ selten als Solist in Konzerten in Erscheinung, weil er der Meinung war, dass ihm die dazu notwendige Ausstrahlung fehle—und Lust darauf, dem Publikum eine Show zu bieten, hatte er auch nicht. Sein Geld verdiente er daher, sehr erfolgreich, als Klavierpädagoge. Zu seinen Schülern gehörten unter anderem Franz Liszt und Sigismund Thalberg. Außerdem komponierte Czerny mehr als tausend Werke; fast jedem Klavierschüler sind noch heute seine Etüden („Schule der Geläufigkeit“) vertraut.

Weniger bekannt ist, dass Carl Czerny auch „richtige“ Musik geschrieben hat—Kirchenmusik, Sinfonien und Klavierkonzerte sowie Kammermusik. Eine kleine Auswahl daraus präsentieren der Flötist Kazunori Seo und der Pianist Makoto Ueno. Die beiden japanischen Musiker spielen die Trois Rondeaux faciles et brillans pour Pianoforte et Flute (ou Violon) concer- tans sur des motifs favoris de Rossini & Bellini op. 374, Introduzione, Variazioni e Finale op. 80, das Rondoletto concertant for Piano, Flute and Cello ad lib. op. 149 und das Duo concertant pour Piano-Forte et Flûte in G major op. 129. Dabei handelt es sich um anspruchsvolle Unterhaltungsmusik; die Bühne, auf der solche Werke seinerzeit erklungen sind, dürfte der Salon gewesen sein.

Czerny setzt sowohl die Flöte als auch das Klavier effektvoll in Szene; die beiden Solisten spielen exzellent aufeinander abgestimmt, und zeigen im Dialog, dass diese aparte Musik durchaus einen Platz im Repertoire verdient hätte. Allerdings würde man sich wünschen, dass der Flötenton von Kazunori Seo noch runder und farbenreicher wird, besonders in der Höhe. Trotz zahlreicher Auszeichnungen und Preise bei Wettbewerben—der Solist ist technisch zweifelsohne gut, aber bei Klang und Ausdruck gibt es noch Reserven. © 2015 ouverture - Das Klassik-Blog





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