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STIMME.de, October 2015

Images From the South (German version) 8.551328
BROUWER, L.: Music for 2 Guitars (Brasil Guitar Duo) 8.573336

Gitarre? Ja, tolles Instrument für das Lagerfeuer, für Kinder und Jugendliche, für Menschen, die gerne mal zu Hause klimpern oder für den Religionslehrer, der den Unterricht ein bisschen auflockern will. Aber ernsthaftes Gitarrenspiel beginnt doch eigentlich erst dann, wenn der Stecker in der Steckdose ist. Oder? Weit gefehlt. Es gibt da doch noch die klassische Gitarre und die Musik, die eigens dafür komponiert wurde. Und es lohnt sich durchaus, da auch mal genau hinzuhören.

Zwei CDs hat das Label Naxos veröffentlicht, beide beschäftigen sich mit dem Süden, und doch sind sie völlig unterschiedlich. Das Brasil Guitar Duo ist dabei eigentlich sogar in den Norden gereist, zumindest aus seiner Heimat, denn die Musik stammt aus der Feder des Kubaners Leo Brouwer, und der Weg von Brasilien nach Kuba führt im Norden über den Äquator. Dagegen hat sich das Amadeus Guitar Duo auf den Weg nach Süden gemacht, aus Deutschland und Kanada ans Mittelmeer und nach Südamerika. Es sei angemerkt, dass die „Images From The South“ des Amadeus-Duos ein Aufguss von Aufnahmen aus dem Jahr 2007 sind, die jetzt neu aufgelegt wurden. Schon der Blick auf die Titelliste offenbart, dass zwei CDs mit unterschiedlichem Klang zu erwarten sind. Während sich die beiden Brasilianer auf einen Komponisten konzentrieren, haben Dale Kavanagh und Thomas Kirchhoff einen Querschnitt verschiedener Werke verarbeitet und teilweise auch selbst für das Spiel auf der Gitarre arrangiert. Allerdings sind das nur die äußerlichen Unterschiede, viel deutlicher wird der Unterschied beim Anhören. Beide CDs sind bei Naxos erschienen. Auf der Küstenstraße

Der Süden kann mal so und mal so klingen, mal engagiert-nüchtern und klar wie eine Fahrt entlang der Küstenstraße. Da gibt es Buchten und Dörfer, Gegenverkehr und Marktstände, viel Wärme, aber immer den frischen Luftzug im Cabriolet, der den Kopf frei hält, der die stehende Luft am Nachmittag erträglich macht.

Oder es geht gemütlich voran, vielleicht mit dem Fahrrad über holprige Straßen, auch mal langsam im altersschwachen Auto. Das Brasil Guitar Duo, Douglas Lora und Joao Luiz, verleiht den Werken von Leo Brouwer etwas Lebendiges, eine Textur, ein Bild, das beim Hören langsam an Farbe gewinnt. Die Musik für zwei Gitarren von Leo Brouwer zeichnet ein vielstimmiges Bild Kubas, vor allem, wenn man die Jahreszahlen der verschiedenen Werke betrachtet.

„Triptico“ aus dem Jahr 1958—da war der Komponist gerade 19 Jahre alt—und „Micro Piezas“ aus dem Jahr zuvor sind jeweils geschlossene Kompositionen, angenehm anzuhören, die Schwüle der Karibik in der Hochzeit der von Fidel Castro angeführten sozialistischen Revolution. Es ist eine eher bedrückende Zeit, das alte Regime des Diktators Fulgencio Batista noch an der Macht, die Sozialisten im Kampf, die Musik wagt sich nicht weit hinaus. Das ändert sich 13 Jahre später. Die Zahl der Stücke für ein Gitarren- Duo, die Leo Brouwer geschrieben hat, ist begrenzt und alle wichtigen finden sich auf der neuen CD.

Die beiden Brasilianer erfüllen die Musik Brouwers mit Leben, nicht steril, aber dafür mit Nebengeräuschen, manchmal ist zu hören, wie die Griffhand über die Bundstege der Gitarre gleitet. Auch „Images From The South“ des Amadeus Guitar Duos lebt, auch wenn es viel gläserner klingt, aber auch bei dieser Aufnahme sind diese Nebengeräusche zu hören. Spannend ist die Entwicklung Leo Brouwers, die während der knapp 70 Minuten Spielzeit deutlich zu hören ist. Von den abgeschlossenen Werken zu Beginn hört man ab den 1970er Jahren, wie sich der Komponist selbst befreit hat, die Musik wird ausladender, der Charakter dissonanter. Die kubanische Revolution scheint dem Komponisten mehr Raum gegeben zu haben, zudem hat er sich wohl auch persönlich weiter entwickelt und den musikalischen Horizont nach Stipendien in den USA erweitert.

Frère Jacques

Beim Anhören der Aufnahmen fällt zudem auf, dass Leo Brouwer Anleihen nimmt, beispielsweise beim allseits bekannten französischen Kinderlied Frère Jacques im Andante Tranquillo der Micro Piezas. Und trotzdem hört sich das durchaus kubanisch an, es ist der Rhythmus der Karibik, die Schwüle des Tages, die Langsamkeit. Diese Einspielung lässt den Zuhörer selbst wehmütig an den Sommer denken, während draußen längst der Herbst Einzug gehalten hat und von Kuba nur ein wärmender Rum bleibt. Filmfans bewundern Hollywood-Stars am liebsten in Überlebensgröße. Und auch wenn die Fernseher stetig größer werden, gelingt das am einfachsten noch immer mit einem Beamer. Bilddiagonalen zwischen sechs und neun Meter liefern die meisten Geräte problemlos. Preislich sind Projektoren inzwischen absolut erschwinglich: In der ersten Jahreshälfte kostete ein Beamer in Deutschland laut Consumer Electronics Marktindex (CEMIX) im Schnitt 566 Euro—das ist nur unwesentlich mehr als der Durchschnittspreis für einen Fernseher (558 Euro).

Genau wie beim TV-Kauf gilt es aber auch bei der Anschaffung des Projektors einiges zu beachten, damit der Heimkino- Spaß nicht auf der Strecke bleibt. Das beginnt bei der Technik. Grundsätzlich kommen bei Beamern zwei Verfahren zum Einsatz: Entweder werden die Bilder mit spiegelnden Chips (DLP) oder mit Hilfe von Flüssigkristallen (LCD) erzeugt, erklärt Raphael Vogt, Experte im Bereich Beamer-Kalibrierung aus Worms.

Bei den Flüssigkristallen unterscheidet man sogenannte transmissive, die wie Dias durchleuchtet werden, und reflektierende LCD-Chips. „Letztere sind teurer und eher in Highend-Maschinen anzutreffen, liefern aber ein homogeneres Bild ohne sichtbares Raster, mit mehr Kontrast und besserem Schwarz“, so Vogt.

Wer sich die technischen Daten in Werbeprospekten durchliest, wird mit Fachbegriffen wie Leuchtkraft, Kontrast und Helligkeit konfrontiert. „Helligkeit und Geräuschentwicklung sind im Kino oft die entscheidenden Kriterien. Gerne wird aber vergessen, dass Helligkeit häufig zulasten der Farbwiedergabe geht“, sagt Vogt. Der Experte rät daher zu Geräten mit 1500 bis 2000 Lumen Lichtstrom.

Probehören

Damit das Gerät während des Filmabends nicht stört, sollte es nicht lauter als 26 Dezibel sein. Denn als Faustregel gilt: Je billiger und kompakter ein Projektor ist, desto mehr Lärm macht er. Die meisten Hersteller geben den Geräuschpegel in den Daten aber nur für den sogenannten Ökomodus mit geminderter Lichtleistung an. Am besten sollten sich Verbraucher ihren Wunsch-Projektor beim Fachhändler in ruhiger Umgebung einmal anhören. Als Alternative zu klassischen Heimkino-Beamern gibt es sogenannte Pico- Projektoren, die kaum größer als ein Smartphone sind und nur kompakte Bildflächen ausleuchten können. „Diese Modelle eignen sich für Präsentationen in kleiner Runde—es muss allerdings recht dunkel im Raum sein“, sagt Peter Knaak von der Stiftung Warentest. Prinzipiell gilt es abzuwägen, welche Aufgabe der Videoprojektor erledigen soll. Beamer werden entweder auf hohe Helligkeit bei Standbildern oder für flüssige Videowiedergabe optimiert. „Deshalb hat der Cineast wenig Freude an den besonders hellen Bürobeamern, und der Büroleiter wird für Video optimierte Modelle meiden.“ Bei der Ausstattung darf ein zeitgemäßer HDMI-Eingang nicht fehlen.

Als teuerstes und wichtigstes Bauteil nennt Vogt das Objektiv. Die Brennweite muss zum geplanten Projektionsabstand, zur Bildgröße und zur Leinwand passen. „Da helfen nur Geodreieck, Millimeterpapier und ein Blick in die Datenblätter der infrage kommenden Modelle“, sagt der Experte. „Hier entstehen die meisten Fehlkäufe, weil das Bild schlicht nicht auf die Leinwand passt oder zu klein ist.“ © 2015 Stimme





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