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Fono Forum, September 2015

Avan Yu, Gewinner des Klavierwettbewerbs in Sydney 2012, stellt sich mit 18 Schubert-Liedern in Liszt-Transkriptionen vor. Eine hervorragende Technik, weite Dynamik, Klarheit in der Stimmführung, ein deutlich konturierter Klang, fließende Tempi und die nötige Ausdruckskraft verbinden sich mit Yus Fähigkeit, auf den Tasten zu singen. Selbst wenn man sich ab und an noch mehr Nuancen wünschen würde, zeigt sich der 1987 in Hong Kong geborene, in Kanada lebende Pianist als würdiger Preisträger. © 2015 Fono Forum



reagenz
ouverture - Das Klassik-Blog, July 2015

Außerhalb der Liszt-Reihe von Naxos ist in den Laureate Series eine weitere beeindruckende CD mit Musik des Klaviervirtuosen erschienen: Avan Yu spielt die Schubert-Lied transkriptionen von Franz Liszt. Dass diese gelungenen Bearbeitungen von Liedern aus Schuberts Winterreise und Schwanengesang so wenig bekannt sind, das könnte mit daran liegen, dass sie den Pianisten heute zu sehr Salonmusik sind—und obendrein zu schwierig.

Zu Liszts Zeiten war der Salon eine wichtige Bühne für Musiker, die sich dort in exklusivem Umfeld einem—oftmals sehr kunstbeflissenen und gar nicht selten ebenfalls musikalisch hervorragend geschulten—wohlhaben-den und wohlwollenden Publikum präsentierten. Sie waren dort gern gesehen, denn Fernsehen und Radio gab es noch nicht. Wer also Musik hören wollte, der musste selbst welche machen, oder seine Gäste zum Musizieren einladen. Heute käme kaum ein Solist auf die Idee, im Privathaushalt zu konzertieren, und dafür sogar eigens Repertorie zu schreiben. So ändern sich die Sitten; ob das ein Gewinn ist, mag jeder selbst entscheiden.

Avan Yu jedenfalls wäre in den Berliner oder in den Pariser Salons hoch- willkommen gewesen. Die Schubert-Lieder sind ja schon an sich keine einfache Literatur für Pianisten. Liszt hat da seinerzeit aber noch einen draufgesetzt, denn es galt, nicht nur die Begleitung, sondern auch die Singstimme in die Bearbeitung zu integrieren—und dabei Charakter und Aussage der jeweiligen Liedstrophe zu unterstreichen. Hört man, wie locker der junge kanadische Solist diese Höchstschwierigkeiten bewältigt, ohne dabei den Ausdruck zu vernachlässigen, dann wird man sich nicht darüber wundern, dass er bereits mit 17 Jahren die Goldmedaille beim kanadischen Chopinwettbewerb gewonnen hat. Das Programm, das er auf dieser CD vorstellt, brachte ihm im Alter von 28 Jahren den ersten Preis sowie neun Spezialpreise beim Internationalen Klavierwettbewerb Sydney 2012 ein. Hut ab! und ein lautes Bravo! © 2015 ouverture - Das Klassik-Blog





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