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Remy Franck
Pizzicato, November 2016

Ravels charmante und von John Axelrod sehr handlungsbezogen, quasi filmisch dirigierte Ballettmusik ‘Ma mère l’oye’ entstand zwar schon 1912, aber erst die ‘Années folles’ brachten nach dem Ersten Weltkrieg einen Boom des Balletts in Paris.

Jeanne Dubost, eine schillernde Figur der Pariser Ballettszene und Besitzerin einer Ballettschule beauftragte 1927 nicht weniger als 10 Komponisten einen kleinen Tanz für ihre Schüler zu komponieren.

Maurice Ravel steuerte die Eröffnungs-Fanfare bei, Pierre-Octave Ferroud einen Marsch, Jacques Ibert einen Walzer, Alexis Roland-Manuel eine ‘Canarie’, Marcel Delannoy eine ‘Bourrée’, Albert Roussel eine ‘Sarabande’, Darius Milhaud eine Polka, Francis Poulenc eine ‘Pastourelle’, Georges Auric ein Rondo und Florent Schmitt das Finale: ‘Kermesse-Valse’. Die Uraufführung fand in der Ballettschule statt (mit Ravel am Klavier), und 1929 war die Premiere der Orchesterfassung in der Pariser Oper.

Wie sehr Madame Dubost ihre Komponistenfreunde inspiriert hatte, zeigt sich in der Qualität der kurzen Stücke, von denen keines abfällt: jeder der zehn Komponisten wollte offensichtlich sein Bestes geben. Auch stilistisch hält das Ganze auffallend gut zusammen, und so ist dieses ‘Eventail de Jeanne’ ein kurzweiliges Musikstück, das John Axelrod sehr angeregt dirigiert. Das ‘Orchestre National des Pays de la Loire’, dessen Chefdirigent er zum Zeitpunkt der Aufnahme war, inspiriert er zu einem sehr lebendigen und spielfreudigen Musizieren. © 2016 Pizzicato





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