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Album Reviews



 
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Cinesoundz, September 2016

Das zweite Album bietet die vom Slowakischen Radio-Sinfonieorchester eingespietten Bergman Suiten des schwedischen Komponisten & Orchesterteiters Herman “Erik” Nordgren (von 1957–67 bei Svensk Filmindustri, danach bis 1976 beim schwedischen Rundfunk). Aus seinen etwa 40 Arbeiten für die schwedische RegieLegende Ingmar Bergman sind hier Auszüge aus fünf Filmen enthalten, unter denen der bekannteste wohl Smultronstallet (Wild Strawberries) sein dürfte, der 1958 den Goldenen Bären der Bertinale gewann. Ein wichtiges Tribute an Nordgren, der kurz vor seinem Tod 1992 noch Noten zu den Filmscores herausgesucht halte. Die Liner Notes stammen vom Dirigenten der Aufnahme, dem Züricher Komponisten Adriano (with a lillie help from Naxos Editor Keith Anderson). © 2016 Cinesoundz



Ingo J. Biermann
Nordische Musik, July 2016

Fünf Filmmusiken auf einer weniger als einstündigen CD, kann das gutgehen? Nun ja, diese Ausgabe der »Filmmusik-Klassiker« ist nicht rundweg überzeugend, aber doch immerhin hörenswert, und beim sympathischen Naxos-Tiefpreis darf man diese Wiederveröffentlichung einer ursprünglich 1998 bei Marco Polo erschienenen CD fast als geschenkt betrachten.

Der Schwede Erik Nordgren ist abseits seiner Kompositionen für insgesamt 17 Filme seines berühmten Landsmanns Ingmar Bergman nur Kennern ein Begriff geworden, dabei schrieb er auch große Konzerte und Kammermusik. Nicht alle Partituren seiner Filmmusiken waren wohl auffindbar, doch aus dem besten Material kompilierte der Dirigent Adriano Mitte der 1990er diese Suite. Bemerkenswert ist, dass die zwischen 1952 (»Das Warten der Frauen«) und 1961 (»Der Garten Eden«) entstandenen Werke mit heutigem Ohr viel älter klingen, als sie tatsächlich sind. So fügen sie sich einerseits recht umstandslos zur größeren, zehn Jahre übergreifenden Suite. Andererseits bleibt der Gesamteindruck ein doch wenig markanter. Es wird deutlich, dass die Fünfzigerjahre, gerade auch was Filmmusik betrifft, doch noch sehr in der Vergangenheit steckten. Sibelius grüßt unüberhörbar. Bergmans Innovationen und sein massiver Einfluss auf die Filmgeschichte erstreckten sich zumindest damals auf andere Aspekte, etwa auf die persönliche Autorenhaltung, die psychologischen Themen und Ansätze, die visuellen Ideen und die Momente progressiven Sound-Designs (etwa in »Wilde Erdbeeren«).

So scheint es angesichts dieser Zusammenstellung fast zwangsläufig, dass er sich kurz danach bis auf auf weiteres von eigens für seine Filme komponierter Musik abwandte, zugunsten von einerseits Werken von Bach, Mozart und Chopin, andererseits größeren Fokus auf Stille legte. Nordgrens Musik taucht nach »Lustgården« nur noch in der Komödie »Ach, diese Frauen« (1964) auf, und er blieb dem Filmgeschäft ansonsten, von wenigen Ausnahmen abgesehen, fern. Seine letzte Arbeit für einen Film war 1971 die Musik für Jan Troells Oscar-nominierten historischen Film »Emigranten« (»Utvandrarna«). © 2016 Nordische Musik





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