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Album Reviews



 
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Wieland Ulrichs
Akustik Gitarre, February 2015

Keine Frage, Dale Cavanagh und Thomas Kirchhoff gehören zu den besten Gitarrenduos hervorhebt—sich dafür leider über die gespielten Werke ausschweigt. Den Auftakt macht Händels siebte Cembalo-Suite HWV 432 mit einer beeindruckenden Ouvertüre in der Bearbeitung von Ulrich Stracke. Eigentlich ist nichts Spektakuläres an der Suite und das ist das Erstaunliche daran, die souveräne Selbstverständlichkeit, das pointierte Spiel, die scheinbare Mühelosigkeit. Da lohnt es sich schon, die abschließende Passacaglia mehrfach zu hören, um Händels pfiffige Feinheiten zu verstehen. Es folgen zwei der drei hochromantischen ‚Nänien‘ (Trauerlieder) von Joh. Kaspar Mertz. Da der deutschen Spache das Substantiv „Schwold“ leider fehlt: Die beiden schwelden wunderbar am Grabe der Geliebten, und die ‚Ünrühe‘ ist genau das. Vom italienischen Gitarristen/Komponisten Mario Gangi (1923–2010) horen wir die dreisätzige ‚Suite Spagnola‘, die schwungvoll Folklore zitiert, ohne in Ballermann-Klischees zu verfallen. Und immer wieder haben wir diese Selbstverständlichkeit der Interpreten: Gemäßigt modern ist die Toccata des Österreichers Franz Burkhart (1902–1978), der viel für die Gitarre getan hat, leider ohne dass sich die Spieler groß drum kümmern. Das prickelnde Stück ist fetzig, klar ein Höhepunkt des Programms. Telemanns ‚Partita Polonaise‘ kennt man von Bream und Williams, drei nette Sätze, im Original vermutlich für zwei Lautn. Das Konzert endet mit Carlo Domeniconis ‚Fantasie d’oriente e d’occidente‘ op. 50a. Die Auftragskomposition für die Assads wird selten gespielt—vertrackt ist noch sanft ausgedrückt. Das ist kein Problem für Dale und Thomas: spannende elfeinhalb Minuten stimmungsvolle Welt musik, quasi, und ziemlich fech. © 2015 Akustik Gitarre





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