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Album Reviews



 
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Sven Godenrath
Ihr Opernratgeber (Herausgeber: Sven Godenrath), June 2016

Es ist immer wieder interessant zu beobachten, wie die großen Verlage offensichtlich immer wieder einen großen Bogen um bestimmte Projekte machen. Es gibt die x. Schubert, Schumann und Wolf Lieder-Edition. Glücklicherweise gibt es aber auch noch andere Verlage, die geneigt sind, sich auf anderem Wege einen Namen zu machen. Bei Naxos erscheint jetzt der langersehnte 4. Teil der Lieder von Bohuslav Martinu. Die CD beinhaltet neue slawische Volkslieder H 126, den-Zyklus Tri panny za svetlé noci H 73 und zum Abschluß Rikadla H 283 bis. Georgio Koukl trifft die etwas schroffer gehaltenene Tonsprache des Komponisten auf den Punkt genau. Die Stimme der Mezzosopranistin Jana Hrochová klingt ebenfalls etwas ausgeprägter und läßt etwas an Charme vermissen. Dennoch wird dieses Programm ansprechend umgesetzt. Für Freunde des Liedgesanges, die gern auch einmal abseits der eingetretenen Pfade lustwandeln wollen, eine gute Empfehlung. © 2016 Ihr Opernratgeber (Herausgeber: Sven Godenrath)




Christoph Schulte im Walde
Organ - Journal for the Organ, January 2016

…Nicht genug mit El Cid: An der Glatter-Götz-/Rosales-Orgel der Claremont United Church of Christ im US-Staat Kalifornien widmet sich Pelster einem weiteren Filmklassiker: Conan der Barbar von 1982 (mit Arnold Schwarzenegger in der Titelrolle). Die Musik zu diesem Fantasy-Spektakel stammt aus der Feder des US-Amerikaners Basil Poledouris. Auch er schafft—wie Rózsa—vor allem Atmosphäre, evo­ziert im Kopf der Hörer eindring­liche Bilder: Kampfgetümmel, Liebesgefühle, das pralle Leben halt. Wobei Poledouris’ Komposi­tion etwas einfacher „gestrickt“ ist im Vergleich zu der raffinierteren und detailreicher ausgearbeiteten seines älteren Kollegen. Pelster gelingt aber auch hier eine überzeugende Adaption der für ein rund neunzigköp­figes Orchester geschriebenen Partitur für die Orgel. Die Aufnahmetechnik fängt das Instrument (III + P/58)—im unmittelbaren Vergleich zum Kathedralklangerlebnis in León—naturgemäß allerdings analytisch-trockener ein.

Beide CDs sind ein eindrucksvolles Plädoyer für gute Filmmusik, insbesondere aber auch für Pelsters superbe Transkriptionskunst. Seine Intention, „orgelferne“ Publikumsschichten auf das Instrument Orgel aufmerksam bzw. neugierig zu machen, mag daher gut aufgehen. Immerhin schaffen selbst „klassische“ Sinfonieorchester es schon seit etlichen Jahren mit Konzerten, in denen Computerspiel-Musik live zu erleben ist, ein neues Publikum zu generieren. Da sitzen dann jede Menge Nerds in den „bürgerlichen“ Konzerthäusern. Warum dann eigentlich nicht auch Kinofreaks vor silbrig glänzend polierten Orgelpfeifen? © 2016 Organ - Journal for the Organ



ouverture - Das Klassik-Blog, November 2015

Kann man die Musik zu dem Film Conan der Barbar auf einer Orgel spielen? Warum eigentlich nicht—wo es doch so viele andere Bearbeitungen klassischer Musik für Orgel gibt. Die Musik von Basil Poledouris (1945 bis 2006) hat in dem Film, in dem es kaum Dialoge gibt, eine wichtige narrative Funktion. Passend zur Handlung, wirkt sie mitunter roh und simpel—doch unterschätzen sollte man diese Klänge nicht; es ist ganz gewiss kein Zufall, wenn man gelegentlich Anklänge etwa an Strawinskis Frühlingsopfer oder an Orffs bekannte Werke wahrnimmt.

„Transcribing this unique music for the pipe organ was both challenging and motivating“, berichtet Philipp Pelster. „It is a fact that numerous orchestral colours found in his score are impossible to reproduce on the organ. For example, there is extensive use of percussion instruments. (…) Another challenge was the frequent use of glissando effects in the Pit Fights movement, produced by the pedals. This accelerating movement is reminescent of the Rowing of the galley slaves composed by Miklós Rósza for his 1959 Ben-Hur score.“

Der Organist hat für all diese Herausforderungen Lösungen gesucht und gefunden: „The chief aim of a transcription should be to make it sound as though originally it had been written for organ“, betont Pelster. „And indeed, playing Poledouris’s score on this instrument is like generating a completely new musical experience.“ Eingespielt wurde die Bearbeitung an der Orgel der Claremont United Church of Christ, Claremont in Kalifor- nien. Sie ist Ende der 90er Jahre von der Glatter-Götz Orgelbau GmbH aus dem deutsche Pfullendorf und Rosales Organ Builders, Inc. aus Los Angeles gemeinsam errichtet worden, und hat einen interessanten Klang. © 2015 ouverture - Das Klassik-Blog





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