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Remy Franck
Pizzicato, May 2017

Im Jahre 1910 bestellte das ‘Théâtre de l’Odéon’ in Paris bei Maurice Ravel eine Bühnenmusik für das Theaterstück ‘Antar’ des libanesischen Schriftstellers Chekri Ganem, welches auf dieselbe tragische Liebesgeschichte zurückgeht wie Nikolai Rimsky-Korsakovs Programmsymphonie mit demselben Titel. Und anstatt etwas Eigenes zu komponieren, benutzte Ravel Stücke aus der Symphonie des Russen sowie aus dessen Oper ‘Mlada’ und bereitete aus diesen Ingredienzien und mit einigen eigenen Zutaten eine Bühnenmusik zu, die heute kaum bekannt ist. Leonard Slatkin ist es hoch anzurechnen, dass er diese Partitur ausgrub und rekonstruierte. Weil er glaubte, die Musik komme wohl ohne das Theaterstück aus, nicht aber ohne erklärenden Text, beauftragte er den franko-libanesischen Autor Amin Maalouf, einen französischen Prosatext zu schreiben, der in dieser Aufnahme von André Dussolier einfühlsam rezitiert wird.

Und so kam schließlich ein über 50 Minuten dauerndes Werk zustande, in dem Rimsky-Korsakovs orientalische Themen in die herrlichste Ravel-Orchestrierung gekleidet werden, die man sich nur vorstellen kann. Slatkin und das ‘Orchestre National de Lyon’ waren sich der Wichtigkeit ihrer Aufgabe bewusst und spielen engagiert sowie mit schillernden Farben.

Ravels ‘Shéhérazade’ beschließt dieses Programm, und Isabelle Druet singt die drei Lieder mit größter Leidenschaft, sehr evokativ, nuancenreich und textverständlich, spannungsvoll begleitet von Leonard Slatkin und dem ONL. © 2017 Pizzicato





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