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Album Reviews



 
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ouverture - Das Klassik-Blog, September 2016

Nach den Sinfonien von Franz Joseph Haydn (1732 bis 1809), die auf 34 CD mit unterschiedlichen Interpreten vollständig vorliegen, wendet sich Naxos nunmehr auch den Werken von Johann Michael Haydn (1737 bis 1806) zu. Die beiden ersten CD hat das Czech Chamber Philharmonic Orchestra Pardubice mit dem französischen Flötisten Patrick Gallois am Dirigentenpult mittlerweile veröffentlicht. Sie machen deutlich, dass die Musik von Michael Haydn durchaus Aufmerk- samkeit verdient—auch wenn der Komponist bislang, im Schatten seines Bruders, weniger wahrgenommen worden ist. Er wirkte ab 1763 bis an sein Lebensende als Konzert und Kapellmeister am Hofe des Fürsterzbischofs in Salzburg. Seine Sinfonien sind überraschend originell und zudem sehr elegant; man stellt bald fest, dass sie auch den jungen Wolfgang Amadeus Mozart hörbar inspiriert haben. © 2016 ouverture - Das Klassik-Blog



Die Rheinpfalz, August 2016

Der Schatten des älteren Bruders war übermächtig: Franz Joseph Haydn überstrahlt in der Musikgeschichtsschreibung die beiden Brüder Johann Evangelist und Johann Michael, von dem hier vier Sinfonien von der Tschechischen Kammerphilharmonie unter der leitung von Patrick Gallois eingespielt wurden.

Dabei war Johann Michael Haydn (1737 – 1806) zu lebzeiten mindestens ähnlich bekannt und erfolgreich wie sein Bruder. Sein Werk umfasst quasi alle für das späte 18. Jahrhundert repräsentativen Gattungen: Opern, Divertimenti, Tänze, geistliche und weltliche Kantaten. Und einen ganzen Werkzyklus, der mit "Sinfonia" überschrieben ist. Insgesamt über 40 hat Michael Haydn geschrieben, womit auch hier der Bruder weit produktiver war.

Doch Joseph Haydn hat nicht nur mehr, er hat auch viel reifere Sinfonien als der Bruder geschaffen. Denn bei aller Originalität von dessen kleinen, meist dreisätzigen Sinfonien, von denen hier die Nummern 15, 16, 19 und 21 des so genannten Perger-Werkverzeichnisses eingespielt wurden, die Distanz zur klassischen Sinfonie, zu den späten Haydn- oder Mozart Werken der Gattung ist doch ziemlich groß. Das liegt nicht nur am Einsatz des Cembalos, die Werke erinnern eher an ein Concerto grosso als an eine selbstständige Sinfonie. Musiziert wird allerdings mit sehr viel Stilgefühl für die Musik der Vorklassik. © 2016 Die Rheinpfalz



Remy Franck
Pizzicato, July 2016

Der dirigierende Flötist Patrick Gallois startet bei Naxos eine Gesamtaufnahme der Symphonien von Joseph Haydns Bruder Michael. Ein lobenswertes Unterfangen! Warum jedoch das Unternehmen mit einem zweitrangigen Orchester in den Sand gesetzt werden musste, darüber kann man nur den Kopf schütteln. Weder ist das Orchesterspiel von wirklich guter Qualität, noch ist es transparent, und von ‘historisch informiert’ sind wir auch weit entfernt. Das klingt mir alles zu sehr nach ‘Dienst nach Vorschrift’, um wirklich Interesse hervorzurufen. © 2016 Pizzicato



Dr. Ingobert Waltenberger
Online Merker, June 2016

Der jüngere Bruder von Joseph Haydn ist ja beleibe kein Unbekannter mehr. Nach der verdienstvollen und auch künstlerisch gediegenen Gesamtedition aller 41 erhaltenen „Sinfonien“ des Labels cpo macht sich nun NAXOS daran, den im Dienste der Salzburger Fürsterzbischöfe Sigismund Christoph Schrattenbach und Hieronymus Coloredo zu Höchstleistungen erwachsenen Michael Haydn ein weiteres akustisches Denkmal zu setzen. Als Kostproben der Nummer 1 der Edition haben die Produzenten reifere Werke des auch für seine Sakralmusik bekannt gewordenen Meisters aus den 80-er Jahren des 18. Jahrhunderts gewählt. Die Sinfonia in G-Dur (Perger 16), in D-Dur (Perger 21), in C-Dur (Perger 19) und in A-Dur (Perger 15) zeugen vom blühenden Einfallsreichtum, dem hohen Können, dem schalkhaften Witz und der positiven Energie des Komponisten. Die Instrumentierung weist neben den Streichern noch Oboen, Fagotte, Hörner Flöten, im Falle der Sinfonia in C noch Trompeten und Pauken auf. Bei der einzigen viersätzigen Sinfonia in A darf zusätzlich ein Posthorn für Stimmung sorgen. Besonders reizvoll ist, dass dem Cembalo (mit Schwung und Spielfreude Filip Dvorak) und den Holz- und Blechbläsern auch schöne solistische Aufgaben zukommen. Die vorgestellten Instrumentalkompositionen sind alle von einer unbändigen Lust am Fabulieren geprägt. Michael Haydn steht damit dem jungen Mozart stilistisch näher als dem ernsteren Bruder Joseph. Kein Wunder, dass man die Symphonie in G lange Zeit auch Mozart zugeschrieben hatte.

Die Interpretation durch das kräftig und akzentuiert aufspielende Czech Chamber Philhamronic Orchestra Pardubice unter der animierenden bis überschäumenden Interpretation durch Patrick Gallois bietet (auch aufnahmetechnisch) Ergebnisse von allerhöchstem Niveau. Eine gute und auch preisgünstige Gelegenheit, die genuinen und in der musikalischen Qualität dem jungen Mozart kaum nachstehenden Sinfonias des Michael Haydn wieder zu entdecken. © 2016 Der Neue Merker





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