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Album Reviews



 
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Fritz Jurmann
Vorarlberger Nachrichten, September 2017

Musiktipps. Zur Schubertiade im Markus-Sittikus-Saal, Hohenems

Der bulgarische Opernstar Krassimira Stoyanova (55) zählt nach Expertenmeinung zu den fünf besten Sopranistinnen des italienischen Fachs. Mit einem Liedprogramm debütiert sie heuer bei der Schubertiade. Ihr Ruhm wird sich schlagartig erhöhen, wenn die regelmäßig an den großen Opernhäusern Europas und der USA gastierende Sängerin im kommenden Jahr bei den Salzburger Festspielen für Anna Netrebko die Titelpartie in Verdis „Aida“ übernehmen wird. Die aktuelle CD mit dem selten eingespielten Oeuvre der kompletten 19 Klavierlieder des Opernkomponisten Giacomo Puccini macht enorm Appetit auf beides, so prachtvoll wie die Stayanova hier mit Leidenschaft und Leichtigkeit ihr herrliches Timbre an diesem frühen Repertoire entzündet, das dem Komponisten später als Vorlage für berühmte Opernarien in der Tradition des italienischen Verismo diente. Maria Prinz am Klavier ist als Begleiterin eine Klasse für sich. © 2017 Vorarlberger Nachrichten



Benjamin Künzel
www.klassik.com, July 2017

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert:
Booklet:

Dank des unprätentiösen Zugriffs von Krassimira Stoyanova und Maria Prinz ist das Album keine musikwissenschaftliche Ergänzung, sondern purer Genuss kleiner Lied-Pralinen.

Der goldene Klang der Stoyanova entfaltet sich in den Lieder so prachtvoll wie in ihren großen Opernpartien. Selbst im zartesten Pianissimo bleibt ihr unverwechselbar warmer Stimmkern erhalten. © 2017 www.klassik.com Read complete review




Christoph Zimmermann
Fono Forum, July 2017

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Wilhelm Sinkovicz
Die Presse, May 2017

Puccini, das ist der Meister der nachverdianischen italienischen Oper. Dass er auch Lieder komponiert hat, erfährt man bestenfalls, wenn Opernstars bei Konzertauftritten das eine oder andere als Zugabe singen. Krassimira Stoyanova, Sängerin mit einer der schönsten Sopranstimmen unserer Zeit, ist mit der Pianistin Maria Prinz ins Studio gegangen und hat sämtliche Puccini-Lieder aufgenommen. Da genießt der Hörer das herrliche Timbre – und kann sich sogar als Schatzsucher betätigen: Der junge Puccini hat einige wertvolle melodische Einfälle sozusagen auf Vorrat komponiert; und man erlebt berühmte Opernszenen in ihrer ursprünglichen Gestalt! © 2017 Die Presse



Xaver Frühbeis
WDR (Westdeutscher Rundfunk), May 2017

Seine Opern haben den italienischen Komponisten Giacomo Puccini zum Publikumsliebling gemacht. Für die bulgarische Sopranistin Krassimira Stoyanova sind auch seine Liedkompositionen attraktiv. Tabea Süßmuth hat sich ihr Album mit Puccini-Liedern angehört: “‘Giacomo Puccini – The Complete Songs’ ist perfekt dafür geeignet, um sich einen umfassenden Eindruck von Puccinis Liedschaffen zu machen.” © 2017 WDR (Westdeutscher Rundfunk)




Matthias Siehler
Rondo, May 2017

1989 firmierte das noch als „The unknown Puccini“, und ein als Komponisten-Doppelgänger gekleideter Plácido Domingo posierte für den Booklet-Fotografen eines seiner besseren, auf jeden Fall nachhaltigen Soloalben. Seither hat Roberta Peters ein paar Stücke dieses seltenen, aber hörenswerten Repertoires aufgenommen. Und jetzt kommt – möglicherweise als Nebenprodukt der schönsten Art nach ihrem durchaus auch Puccini-lastigen Verismo-Album – Krassimira Stoyanova mit ihrer einfach „Complete Songs For Soprano and Piano“ betitelten CD. Die macht, wie bei Naxos üblich, optisch nicht viel her, begeistert aber vokal. Nicht nur, weil die bulgarische Sopranistin zu den 14 Domingo-Titeln noch fünf weitere dazu addiert hat. Sondern weil sie diese Musik mit so viel Geschmack, Können und Liebe zu singen versteht. Und man begreift sofort wieder, warum der italienische Maestro ein Liebhaber der Frauen, ihrer Stimme wie auch ihres Körpers, gewesen ist. Wie bei vielen anderen Italienern (der experimentierfreudige Rossini mit seinen „Pêches de vielleresse“, den vokalen „Alterssünden“, einmal ausgenommen) sind Lieder/Canzoni vorwiegend Fingerübungen, Gefälligkeiten, Abfall- und Nebenprodukte der Opernwerkstatt. Aber bei Puccini erlauben sie auch einen faszinierenden Blick in die Erfindung von Melodien. Von denen, ob „La bohème“ oder „La rondine“, fast alle Opern ein Lied der Wiedererkennung zu singen wissen. Denn keine Eingebung blieb ungenutzt, fand stets bessere Verwendung. Jugendsünden, Kirchenwerke, Gelegenheitsproduktionen, zwei sogar als Duett (die Stoyanova mit sich selbst singt), im Verein mit der subtilen Pianistin Maria Prinz ist das pure Sopranentdeckerfreude. Leider gibt es nicht mehr davon. © 2017 Rondo



Ingobert Waltenberger
Online Merker, April 2017

Puccini hat insgesamt 19 Lieder für Sopran und Klavier komponiert. Die kleinen vokalen Juwelen entstanden in den verschiedenen Stadien seiner Karriere, von sehr jung (vor Le Villi) bis in die Reifezeit, was ihnen auch anzuhören ist. Die beliebte Kammersängerin Krassimira Stoyanova hat sich nun im Studio des Bayerischen Rundfunks dieser Lieder wohl mit Leidenschaft angenommen. Sie singt auch selbst den Mezzopart in zwei der Werke, die als Duett Sopran-Mezzo geschrieben wurden („Beata Viscera“, „Vexilla Regis prodeunt).

Stoyanova verfügt über einen farbenreichen, runden, höhensicheren, sehr fraulichen Sopran, der auf der Bühne allerdings auch schon in dramatischeren Partien wie Aida gelandet ist. Wer also kleine vokale Petitessen von einer üppigen, reiferen Stimme vorgetragen hören mag, wird mit der neuen CD gut bedient, zumal einige der Stücke ja doch ausladend ariosen Charakter haben. Das klingt dann allerdings auch eher nach Tosca als nach Nanetta. Sprachlich-klanglich kann Stoyanova ihre bulgarischen Wurzeln nicht verleugnen, und eine hohe Textverständlichkeit ist offenbar auch ihre oberste Priorität nicht. Dafür hat der Sopran eine luxuriös strömende Mittellage und in den Höhen gelingen manche schöne Kuppeltöne, An- und Abschwellen inklusive. Die Klavierbegleitung durch Maria Prinz ist (allzu) dezent, hält sich bescheiden im Hintergrund, vermag neben der mächtigen Stimme Stoyanovas aber auch keine starken Akzente zu setzen. Die CD ist insgesamt wohl gelungen. Über die grundsätzliche Frage, ob diese Lieder nicht bei einem lyrischeren, leichteren Sopran besser aufgehoben wären, könnte man allerdings trefflich diskutieren. © 2017 Online Merker



Christian Lahneck
Concerti, April 2017

Keine Arien! Dieses Puccini-Album enthält ausschließlich Lieder. Viele hat er nicht komponiert, ganze 19 in fast viereinhalb Jahrzehnten zwischen 1875 und 1919. Interessant sind diese Arbeiten vor allem, wenn man in ihnen Vorläufer berühmter Arien erkennen kann. Nun haben Sopranistin Krassimira Stoyanova und Maria Prinz am Klavier diese selten interpretierten Werke aufgenommen. Die Bulgarin trifft den Spagat zwischen Lied und Arie, einerseits intim und für kleine Räume, andererseits mit behutsamer Öffnung der vokalen Reserven. Ein schmaler Spagat lauert auch zwischen Leichtigkeit und Schwere. Nach Petitessen klingen die Lieder bei Stoyanova allerdings fast nie. Sie singt (gerade in zwei Duetten mit sich selbst) farbenreich, mit warmer Mittellage und winzigen Spitzen in der Höhe. Maria Prinz assistiert zurückhaltend, zumal der Klavierpart wenig Eigenständigkeit verlangt. © 2017 Concerti




Pizzicato, March 2017

Eine gute Dreiviertelstunde machen Giacomo Puccinis komplette Lieder aus. Es sind 19 Stück, sechzehn davon sind weltliche Lieder, drei sind geistliche Lieder mit Orgelbegleitung, wovon deren zwei für zwei Stimmen bzw. Chor geschrieben wurden. Krassimira Stoyanova bewältigt sie allein und hat—die Technik macht’s möglich—beide Parts aufgenommen.

Einige der Melodien aus den Liedern tauchten später in Puccinis Opern erneut auf. Das gilt für ‘Canto d’anime’, dessen Melodie etwas abgeändert in Rinuccios Florenz-Lied aus ‘Gianni Schicchi’ verwendet wurde. ‘Sole e amore’ kommt in der ‘Bohème’ vor und ‘Morire’ wurde später zur Arie des Ruggero in ‘La Rondine’, eine Oper, in der der Komponist auch Material aus ‘Signo d’Oro’ verwendete. Die Melodie des ‘Salve Regina’ stammt aus ‘Le Villi’, und in ‘Avanti Urania’ wird man genau wie in ‘Inno a Diana’ Melodiefetzen aus ‘Tosca’ und ‘Madama Butterfly’ identifizieren. Die Melodie aus’ Storiella d’amore’ benutzte Puccini im dritten Akt von ‘Edgar’. Im vorletzten Lied schließlich, ‘Mentia l’avviso’, findet man die Basis für Des Grieux’ Arie ‘Donna non vidi mai’ aus ‘Manon Lescaut’.

Mithin ist dieses Recital ein Wiederhören mit alten Bekannten. Krassimira Stoyanova macht alles, um dieses Wiederhören beglückend werden zu lassen. Nicht nur ist ihr Sopran voller Leuchtkraft und wunderbar geführt, die Technik hilft ihr auch, die Lieder sehr ausdrucksvoll werden zu lassen. Wie immer versteht es diese Sängerin, Stimmungen treffsicher zu erzeugen und mit ihrem einmaligen Gestaltungstalent dramatisch und sinnlich die Unterschiede zu schaffen, die aus den Liedern eigentlich kleine charakterlich geschärfte Arien machen. Ein Ohrenschmaus, der nach 46 Minuten allzu schnell zu Ende ist! © 2017 Pizzicato



Ingrid Wanja
Opera Lounge, March 2017

Giacomo Puccinis Complete Songs for soprano and piano bei Naxos könnten auch unter dem Titel “Opernquiz” durchgehen, denn der  (wenn er nichts von Puccinis haushälterischem Tun wusste) erstaunte Hörer wird feststellen, dass der bulgarische Sopran Krassimira Stoyanova bestens bekannte Themen aus des Komponisten berühmten und weniger bekannten Opern singt, die der  zum Teil bereits in seinen frühesten Schaffensjahren, ja als Student, komponiert hatte und später in seinen Oper wieder aufleben ließ..

In dem englischen Booklet wird der Leser darüber informiert, dass einige der teilweise sehr kurzen Canzoni Auftragsarbeiten für Periodika waren, andere für Kirchengemeinden komponiert wurden (Puccinis Schwester war Nonne). Die Texte sind nicht wiedergegeben, aber dafür gibt es zu jedem Track eine kurze Einführung, gegebenenfalls auch mit dem Hinweis auf das Wiederauftauchen einer Melodie in einer der Opern Puccinis.

Es beginnt mit Canto d’anime, in dem der opernerfahrene Hörer sofort Rinuccios Preisen von Florenz erkennt, aber auch beglückt das wunderschöne Timbre von Krassimira Stoyanova, einen Sopran voller Leuchtkraft, sehr nobel und geschmeidig zwischen Ekstase und zarter Innigkeit balancierend. Mimis Abschied aus dem 3. At der Bohéme dominierte einmal in Sole e amore und bezaubert durch ein so raffiniertes chiaro-scuro, wie man es von dem Sopran auch aus der entsprechenden Oper gewöhnt ist. E l’ucellino zeigt, dass eine Stimme durchaus auch Humor haben kann, und in La primavera zeigt sich der Sopran  in besonders anmutiger Weise. Von einer guten Technik sprechen im Ave Maria Leopolda die sicheren Intervallsprünge ins Piano, während in Ad una morta! die obertonreiche Stimme bereits Typisches der beeeibtesten weiblichen Opernfiguren vernehmen lässt und von der Sängerin auch adäquat gestaltet wird. Sicher und ohne Schärfen auch in der Extremhöhen zeigt sich die Stimme in Morire?, bekannt als Arie des Ruggero aus der Rondine, und hier wie auch später bei Mentia l’avviso bemerkt der Hörer mit Vergnügen, dass die Melodie noch nichts über den Charakter eines Stückes aussagt, sondern erst die Interpretation, wenn aus „Donna non vidi mai“ auch der Gesang einer dem Grab Entstiegenen werden kann. Beinahe noch erstaunlicher ist, dass Tosca und Butterfly sich bereits in einem für eine Jagdgesellschaft komponierten Inno a Diana hören lassen. Feierlich getragen immerhin klingt das Salve Regina, auch aus Le Villi bekannt, ein Lächeln in der Stimme hat die Stoyanova für Casa mia, und schon ganz opernhaft ist Terra e mare, während man sich bei Inno a Roma fragt, ob sein recht früher Tod Puccini nicht davor bewahrt hat, unangenehm als Mussolini-Verehrer aufzufallen. In Storiella d’amore meldet sich Edgar, ist aber auch zu bewundern, wie fein die musikalischen Figuren von der Bulgarin herausgearbeitet werden. Zwei Stücke sind zweistimmig, zum Sopran gesellt sich ein Mezzosopran, der eher im Hintergrund bleibt. Da kein zweiter Name im Booklet genannt wird, kann man annehmen, dass die Sopranistin sich auch dieser Rolle angenommen hat. Die einfühlsame Begleiterin am Klavier ist Maria Prinz. © 2017 Opera Lounge



Ekkehard Pluta
Klassik heute, March 2017

Nicht mehr als 19 Lieder hat Giacomo Puccini in 44 Jahren komponiert. Das früheste („A te“ 1875) noch als Kompositionsschüler, das letzte „Inno a Roma“, 1919) zum Beginn der faschistischen Ära. Bei den meisten Kompositionen handelt es sich um Auftrags—oder Widmungsarbeiten. Auch wenn unter den Textdichtern namhafte Autoren (und Librettisten) wie Felice Romani, Antonio Ghislanzoni, Giuseppe Adami und Luigi Illica zu finden sind, lässt keiner der Titel tiefere künstlerische Ambitionen erkennen. Heute interessieren uns diese Gelegenheitskompositionen in erster Linie als Skizzen zu späteren Opernszenen. So finden wir in „Sole e amore“ (1888), dem Musikhaus Paganini gewidmet, Mimìs Addio aus dem 3. Akt der Bohème vorgeprägt, in „Mentìa l’avviso“ (1883) die Arie des Des Grieux „Donna non vidi mai“ aus Manon Lescaut. Andernorts tauchen Motive aus Edgar und La rondine auf.

In einem Puccini-Recital der EMI von 1973 hat die Italo-Amerikanerin Marcella Reale einige dieser Lieder in einem zwischen Salonton und leichter Oper changierenden Stil vorgetragen. Die Bulgarin Krassimira Stoyanova, ein typischer lirico-spinto-Sopran, gestaltet sie dagegen—darin tatkräftig assistiert von der Pianistin Maria Prinz—mit der Attitüde der Puccini-Heroine; gleich im einleitenden „Canto d’anime“ lässt sie Turandot-Assoziationen aufkommen. Die Leichtigkeit und Beiläufigkeit, die den meisten Liedern angemessen wäre, stellt sich dagegen nur selten ein. Die in der Mittellage opulente und warme Stimme zeigt in der Höhe einige Schärfen. Drei geistliche Gesänge werden von der Orgel begleitet, in zwei Fällen (Beata Viscera, Vexilla Regis prodeunt) übernimmt die Sängerin zugleich den Mezzopart und duettiert mit sich selbst, was klanglich nicht ohne Reiz ist, weil sie über die unterschiedlichen Stimmfarben verfügt. © 2017 Klassik heute



Magazin Frankfurt, March 2017

Krassimira Stoyanova gehört zu den meistgeachteten Interpretinnen für italienisches Repertoire und sie ist bereits an allen großen Opernhäusern aufgetreten, von der Met bis zu den Salzburger Festspielen. “Mit ihrem neuen Album…bestätigt sich Stoyanova als eine der fünf besten Sopranistinnen des italienischen Fachs in der Gegenwart. Und im Verismo ist sie besser als Netrebko.” So schrieb Kai Luehrs-Kaiser, Opernfachmann des RBB kulturradio über Krassimira Stoyanovas hervorragendes Album mit Arien der Zeit des Verismo aus dem Programm des Labels Orfeo.

Für Naxos widmet sich die Stoyanova mit ihrer strahlenden Stimme den selten eingespielten Liedern Puccinis für Sopran und Klavier. Mit Maria Prinz steht der grandiosen Sopranistin eine kongeniale Begleiterin zur Seite, die als Solistin unter Neville Marriner oder als Duo-Partnerin von Patrick Gallois schon oft für begeisterte Kritiken gesorgt hat. Dieses rare Repertoire ist wohl noch nie in einer solchen Referenzqualität auf Tonträger gebannt worden. © 2017 Magazin Frankfurt





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