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Album Reviews



 
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Remy Frank
Pizzicato, September 2015

Von Mikhail Ippolitov-Iwanov, der von 1859 bis 1935 lebte, kennt man vor allem die ‘Kaukasischen Skizzen’. Doch der von Nikolai Rimsky-Korsakov ausgebildete und von Piotr Tchaikovsky maßgeblich geförderte Komponist schrieb neben seiner Lehrtätigkeit—er war u.a. Direktor der Konservatorien in Tiflis und Moskau—etliche Werke, die eindeutig in der russischen Nationalromantik verwurzelt sind und es durchaus verdienen, gespielt zu werden.

Naxos nimmt mit dieser CD vormals auf seinem Hochpreis-Label Marco Polo veröffentlichte Aufnahmen in seinen Katalog.

Ippolitov-Ivanovs erste und einzige Symphonie ist klassisch strukturiert, sie verarbeitet keine wie auch immer gearteten Probleme, sondern bietet gefällige Musik mit charakteristischen Themen, die hundertprozentig russisch klingen. Nichts Tiefgehendes wird hier geboten, aber feine und gut orchestrierte Musik, deren Charme sehr attraktiv ist.

Die ‘Türkischen Fragmente’ (1930) und der ‘Türkische Marsch’ zeigen das Interesse des Komponisten an der Volksmusik: die Musik ist tänzerisch, sehr farbig und entsprechend evokativ.

Der in Europa ausgebildete singapurische Dirigent Choo Hoye hat das richtige Gespür für diese Musik, die er von dem von ihm 1979 gegründeten singapurischen Orchester lebendig und farbig spielen lässt. Die Musiker geben sich viel Mühe, auch wenn ihre spieltechnische Qualität höchsten Ansprüchen nicht gerecht wird. © 2015 Pizzicato



Salvatore Pichireddu
artistxite, July 2015

Vermutlich wird Michail Ippolitov-Ivanov nur den eingefleischten Liebhabern der russischen Musik ein Begriff sein. Dabei hat der Schüler Rimsky-Korsakovs dessen Hang zu brillanten Orchestrierungen und der Liebe zu russischen und kaukasischen Volksmusikthemen übernommen. Mehr noch: Als Lehrer prägte Ippolitow-Iwanow die Musik Reinhold Glieres, dem letzten Vertreter der russischen Nationalromantik, der wiederum der Lehrer bedeutender sowjetischer Komponisten wie Nikolai Myaskovsky und Sergei Prokofjew war. Es gibt in Russland eine ungebrochene Traditionslinie, die quer durch die Epochen, Stile und politischen Verhältnisse reicht, in der Ippolitow-Iwanow eine wichtige verbindende Funktion vom 19. ins 20. Jahrhundert spielte. Seine im besten Sinne konservativ-russische Musik ist es allemal wert, entdeckt zu werden. Das Singapore Symphony Orchestra hat unter der Leitung von Choo Hoey Michail Ippolitow-Iwanows erste Sinfonie in e-Moll (sowie die Suite “Türkische Fragmente” und den entzückend-schmissigen “Türkischen Marsch”) aufgenommen. Das viersätzige Werk enthält alle Trademarks der russischen Symphonik—schwelgerische Themen voller Sehnsucht und Melancholie, volkstümliche Melodien und Rhythmen, in monumentaler Orchestrierung mit zahllosen strahlenden, druckvollen Passagen—und wird vom südostasiatischen Spitzenorchester präzise und nicht ohne romantischen Schmelz umgesetzt. Die hier wiederveröffentlichte Aufnahme von 1984 (ursprünglich auf dem Raritäten-Label Marco Polo erschienen) ist eine gute und preisgünstige Gelegenheit, hochklassiges symphonisches Material aus Russland abseits der bekannten Pfade kennenzulernen. © 2015 artistxite





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