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Uwe Krusch
Pizzicato, November 2016

Als Lehrer ist Vincent d’Indy anerkannt, als Komponist dagegen weniger. Das mag daran liegen, dass er einerseits Nationalstolz hatte und die ‘Société Nationale de Musique’ mitbegründete, aber auch genauso zur deutschen Musik, insbesondere jener von Richard Wagner, hingezogen war. Ein gutes Beispiel dafür ist das Vorspiel zur Oper ‘Fervaal’. Die in der Oper verwendete Leitmotivik klingt bereits im Vorspiel an.

D’Indys Zweite Symphonie spiegelt in der Struktur wie eine Kathedrale seinen katholischen Glauben wider. Es zeigt die Vermittlung zwischen Tradition und Moderne durch die Spannung, die aus der Art der Verwendung des Motivs erzeugt wird.

Die symphonische Tondichtung ‘Souvenir’ erinnert an seine geliebte, kurz zuvor verstorbene Frau. Die symphonischen Variationen ‘Istar’ basieren auf dem alten assyrischen Epos ‘Izdubar. Ähnlich dem Schleiertanz bei Strauß kann die Göttin Istar ihren Geliebten aus der Unterwelt befreien, wenn sie sieben Türen öffnet, vor denen sie jeweils einen ihrer Schleier ablegt. Dabei ist die Entwicklung vom Kompliziertesten zum Einfachsten, also von Verschleierung bis zur Nacktheit hin ausgestaltet.

Dargeboten werden die Kompositionen vom ‘Royal Scottish National Orchestra’ mit Jean-Luc Tingaud am Dirigentenpult. Diese Aufnahme kann mit ihrem beredten Einsatz einem etwas verkannten Komponisten helfen, bekannter zu werden. Die Zusammenstellung unterschiedlicher Werkformen und mehrerer Ausrichtungen seines Stils ermöglichen einen repräsentativen Blick auf einen großen französischen Tondichter, der im Hintergrund steht. © 2016 Pizzicato





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