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Hans-J├╝rgen Schaal
Fidelity (Germany), September 2016

Auf der Insel hat man eine Schwäche für Alte Musik, für Madrigalgesang und Renaissance-Consorts, für kontrapunktische Formen und barocke Tanzsätze. Kein Wunder, dass auch das Cembalo im Vereinigten Königreich sehr beliebt ist. Weil sein metallischer Klang aber nicht nur an Alte Musik denken lässt, sondern ebenso ganz wunderbar zu modernen Dissonanzen passt, ist das Cembalo auch das ideale Instrument für ironische und neutönerische Verfremdungen barocker Klangmuster. Diese verspielten Mixturen aus gelehrsamem Historismus einerseits und frechem Regelverstoß andererseits sind immer wieder ein sympathischer Beleg für den Humor vieler britischer Tonsetzer. Im Mittelpunkt der neuen Aufnahme des walisischen Cembalisten Christopher D. Lewis stehen 13 kurzweilige Stücke des ehrwürdigen Musikprofessors Herbert Howells (1892–1983), die alle an barocke Tanzformen angelehnt sind (Sarabande, Pavane, Gaillarde usw.), aber voller augenzwinkernder Überraschungen und Späße stecken. Das zehnminütige After Handel’s “Vesper” von Gavin Bryars (geb. 1943) dagegen setzt die Alte-Musik-Lektionen in spannende, teils dissonante Minimalismen um—das erwähnte Händel-Stück ist übrigens fiktional und einem Roman entnommen. Wir hören Lewis an einem neuen Cembalo nach flämischem Vorbild. Für die Werke von Berkeley und Jeffreys wechselt er auf ein weicher und fruchtiger klingendes Pleyel aus den 1930er Jahren. © 2016 Fidelity (Germany)





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