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ouverture - Das Klassik-Blog, October 2017

Charles-Auguste de Bériot (1802 bis 1870) gilt als der Begründer der modernen franko-belgischen Geigenschule. Er selbst hat in Paris bei Giovanni Battista Viotti studiert, und bei Pierre Baillot. Im Anschluss an seine Ausbildung startete er eine überaus erfolgreich Virtuosen-karriere. Ab 1843 unterrichtete Bériot dann als Professor am Brüsseler Konservatorium, bis ihn schließlich 1852 ein Augenleiden zwang, sich in den Ruhestand zurückzuziehen. Sein berühmtester Schüler war Henri Vieuxtemps.

Wie seinerzeit üblich, hat Bériot auch komponiert, vorzugsweise natürlich Musik für sein Instrument. Naxos hat in den vergangenen Jahren begonnen, das Werk des Geigers schrittweise und mit verschiedenen Mitwirkenden auf CD vorzustellen. So erklingen hier die Violinkonzerte Nr. 4, 6 und 7 sowie die Scène de ballet op. 100, das wahrscheinlich bekannteste Stück Bériots, und das Air Varié Nr. 4 „(Montagnard“) op. 5.

Diese Musikstücke zeichnen sich dadurch aus, dass der Komponist—auch wenn er natürlich die perfekte Beherrschung der Technik voraussetzt—nicht vordergründig die Virtuosität herausstellt; es sind Werke mit Seele, keine Zirkusnummern. Die junge japanische Geigerin Ayana Tsuji präsentiert sie sensibel, voll Eleganz und mit schönem Ton. Unterstützt wird sie dabei vom Czech Chamber Philharmonic Orchestra Pardubice unter Leitung von Michael Halász. © 2017 ouverture - Das Klassik-Blog




Uwe Krusch
Pizzicato, May 2017

In lockerer zeitlicher Folge werden bei Naxos die Werke für Violine und Orchester von Charles-Auguste de Bériot eingespielt. Die Ausführenden wechseln, die gute Qualität der Interpretationen bleibt. Das neueste Album mit drei Konzerten, einem Air und einer Szene bringt den Zyklus der zehn Konzerte fast zum Abschluss.

Bériot wird als Begründer der belgisch-französischen Violinschule betrachtet. Nach seinen ersten frühen Unterrichtseinheiten bei seinem Vormund wurde er Schüler von Viotti und Baillot. Eine romantische Wende nahm sein Leben, als er die Sängerin María Malibran kennenlernte und heiratete. Nach ihrem frühen Ableben wurde er Professor in Brüssel, wo er seinen berühmtesten Schüler Henri Vieuxtemps unterrichtete. Er war nicht nur Komponist, sondern auch ein herausragender Pädagoge. Außerdem war er ein hochangesehener Solist.

Seine Violinkonzerte sind entweder von vornherein einsätzig oder sie sind mehrsätzig, sind dann aber attacca zu spielen. Das 4. Konzert ist eines der einsätzigen, dessen Satz wie der erste eines mehrsätzigen Konzerts gestaltet ist.

Das 6. und das 7. Konzert sind mehrsätzige Werke, die aber in einem Satz aufzuführen sind. Als Besonderheit fällt auf, dass statt der üblichen drei Kadenzen jeweils nur eine vorgesehen ist.

Die Kompositionen von Airs waren im 19. Jahrhundert gebräuchlich. Auch Bériot schuf eine Reihe von ihnen, von denen hier eines vorgestellt wird. Das vielleicht bekannteste Werk des Komponisten ist die ‘Scène de ballet’, die das Programm dieser Aufnahme abrundet.

Die bereits mit etlichen Preisen geehrte japanische Geigerin Ayana Tsuji erfüllt die technischen Anforderungen mit Leichtigkeit. Die musikalischen Werte der Stücke kann sie ebenso herausfeilen, denn diese Konzerte sind neben aller fordernder Technik auch inhaltsvolle Musikstücke.

Das vor fast fünfzig Jahren gegründete Orchester hat bereits mit seinem Gründungsdirigenten Libor Pesek ein hohes Niveau erreicht und bis heute gehalten. Der Dirigent Michael Halasz hat über Jahrzehnte als Kapellmeister und Musikdirektor an sehr renommierten Opernhäusern gearbeitet. Diese Mitstreiter unterlegen das Spiel der Solistin mit nuanciertem und engagiertem Spiel. © 2017 Pizzicato





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