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Remy Franck
Pizzicato, December 2019

Camillo Schumann (1872-1946) wurde in Sachsen geboren. Seine Tonsprache, so schreibt der Verlag Breitkopf & Härtel, « kombiniert die Brahms’sche Klangwelt mit der großen, spätromantischen Liszt-Schule. »

In einer musikalischen Familie zur Welt gekommen—sein Bruder Georg Schumann war ebenfalls Komponist—studierte er u.a. am Leipziger Konservatorium bei Carl Reinecke. Er wirkte später hauptsächlich als Organist, komponierte aber viel und in vielen Bereichen (Chor- und Orchestermusik, Kammermusik, Klavier und Orgelwerke).

Seine Werke für Horn und Klavier erklingen auf dieser CD in Ersteinspielungen. Sie stellen das Horn einerseits als virtuoses, andererseits als sehr lyrisches Instrument vor. Und Schumann behandelt das Horn auch eher wie ein Holzinstrument als wie ein Blechblasinstrument.

Dem tragen sowohl die Interpreten als auch der Tonmeister Rechnung. Gerade letzterem gebührt besonders viel Lob, denn die Balance zwischen Horn und Klavier hat er vorbildlich erzielt. Besser, meine ich, kann man das nicht machen.

Der Luxemburger Hornist Leo Halsdorf beeindruckt mit einem technisch anspruchsvollen Spiel und einer soliden Musikalität. Die Pianistin Kae Shiraki hat in den drei Schumann-Werken viel zu tun am Klavier und sie genießt es offensichtlich, ihren Part kraft- und ausdrucksvoll zu gestalten.

Abgerundet wird das Konzert mit Sur la Montagne des Luxemburger Komponisten Laurent Ménager (1835-1902). Es ist ein entzückendes Werk und ein wunderbarer Abschluss einer ganz besonderen CD. © 2019 Pizzicato





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