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Remy Franck
Pizzicato, November 2013

Monsigny’s ‘Le Roi et le fermier’ bei Naxos: ein Volltreffer!

Der französische Opernkomponist Pierre-Alexandre Monsigny  (1729-1817) kam als junger Landadeliger nach Paris, wo er Haushofmeister beim Herzog von Orléans wurde. Er studierte Komposition und schrieb dann – freilich nur bis 1777 – eine Reihe komischer Opern. Die Französische Revolution brachte ihn um Amt und Vermögen. Er lebte später von einer Pension der ‘Opéra-Comique’ und wurde 1815 Mitglied der ‘Académie des Beaux-Arts’.

Die auf die Wiederbelebung vergessener Opern spezialisierte amerikanische Truppe ‘Opera Lafayette’ verhilft seiner Oper ‘Le Roi et le fermier’ zu einer Weltersteinspielung, nachdem sie sie in den USA und in Frankreich erfolgreich aufführte. Die Oper entstand auf der Basis von ‘The King and the Miller’ des Dichters Robert Dodsley und schafft eine wunderbare Mischung aus Komödie und gesellschaftlich ernsten Themen. Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist ein König, der seine Jagdgesellschaft in ‘Sherwood Forest’ verliert. Inkognito irrt er umher und findet bei den Gesprächen mit dem einfachen Volk heraus, was die Leute über Adel und den König denken.

Im Jahre 1780 wurde das Werk auch in Versailles aufgeführt. Königin Marie-Antoinette, die die Oper in Wien kennen und schätzen gelernt hatte, übernahm höchst persönlich eine der Hauptrollen.

Monsignys fast durchwegs ‘tanzende’ Musik ist bei aller Galanterie deftig und ausdrucksvoll. Ryan Brown dirigiert sie äußerst geschmackssicher und versucht nicht, sie durch unangebrachtes Pep zu vitalisieren, sondern der Artikulation eine große Natürlichkeit zu geben.

Der Dramatik bleibt er dabei allerdings auch nichts schuldig. Sein ‘Orchestra Lafayette’ spielt mit einer schönen Klangdichte und reichhaltiger Farbpalette. Die Besetzung ist ebenfalls sehr gut. Die Franco-Kanadierin Dominique Labelle singt die Rolle der Jenny mit Überzeugung und Engagement. Nicht weniger gefällt die jugendlich-frische Stimme der Sopranistin Yulia Van Doren in der Rolle der Betsy.

Bariton William Sharp erweckt den Bauer Richard zu einem hoch musikalischen Leben, und Thomas Dolié ist eine Luxusbesetzung für die Rolle des Rustaut. Tenor Thomas Michael Allen gibt der Figur des letztlich sehr verunsicherten Königs eine glaubwürdige Ausstrahlung, während seine Stimme sich dem Text immer gut anpasst.

Naxos hat also mit dieser Aufnahme einen Volltreffer gelandet und eine Oper zugänglich gemacht, die eine Epoche in Frankreichs Musiktheater repräsentiert, die heute nur ungenügend bekannt ist. © Pizzicato





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