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Album Reviews



 
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Matthias Käther
kulturradio vom rbb, August 2016

Dvořák ging es gut in jenem Sommer 1889, als er mit der Komposition der Achten begann—er schrieb auf seinem idyllischen Landgut Vysoka seine ganz persönliche Pastorale, sein Bekenntnis zum Landleben und zur Natur.

Dem lettischen Dirigenten Mariss Jansons ist gemeinsam mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks eine besonders süffige Interpretation gelungen, die mehr auf die Freudentöne und positiven Gedanken des Stücks setzt als auf die musikalischen Konflikte. Vielleicht ist diese Version deshalb so schwungvoll, weil Jansons die Aufnahme nur wenige Wochen nach dem Neujahrskonzert mit den Wiener Philharmonikern aufgenommen hat.

Das zweite große Werk auf der CD stammt vom Josef Suk. Seine Streicherserenade Nr. 6 entstand zur glücklichsten Zeit seines Lebens—drei Jahre nach Dvořáks Achter Sinfonie, deutlich inspiriert vom älteren Meister, aber auch von dessen Tochter—die lernte der 18jährige Suk nämlich zur Zeit der Komposition grade kennen, und seine enthusiastische Verliebtheit ist aus dem Stück deutlich herauszuhören.

Suk war ein begnadeter Quartett-Geiger und kannte die Wirkung von Streicher-Ensembles ausgezeichnet. Mit seiner Serenade erregte er sofort nach der Uraufführung die Aufmerksamkeit großer Komponistenkollegen. Johannes Brahms etwa war schwer begeistert von dieser leichten Musik und empfahl sie seinem Verleger Simrock, der sie tatsächlich druckte und so auch in Deutschland bekannt machte.

Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und Chefdirigent Mariss Jansons sind ein gut eingespieltes Team. Samtiger Sound, federnde Rhythmen, lyrische Strahlkraft—seit den großen Tagen unter der Leitung des tschechischen Dirigenten Rafael Kubelik hat dies Orchester diese Musik nicht mehr so idiomatisch interpretiert. Das zeigt sich besonders beim temperamentvollen Schlussstück, Antonin Dvořáks Karnevals-Ouvertüre. © 2016 kulturradio vom rbb




Remy Franck
Pizzicato, April 2016

Mit viel Rubato, so manch liebevoll herausgearbeitetem Detail und schönen Farben versucht Mariss Jansons im ersten Satz der 8. Symphonie von Antonin Dvorak auf seine Art Leben in die Musik zu bringen. Es gelingt ihm weder so spannend wie Karajan noch so musikantisch wie Harnoncourt. Der zweite Satz jedoch ist wunderbar originell in seiner Gestaltung, voller Charme und agilem instrumentalem Raffinement. Auch im dritten Satz gelingt es Jansons immer wieder, den Zuhörer zu fesseln, während der letzte Satz vollblütig und schwungvoll daherkommt, im fesselnden Glanz des herausragenden Orchesterspiels.

Die Streicherserenade von Josef Suk wird warmherzig und elegant musiziert, jedoch hebt die Musik nie wirklich ab, wie wir das bei Kubelik oder Chung erlebt haben. Auch die Karneval-Ouvertüre ist mehr gängige Handelsware als ein exzeptionelles Dokument. Und so zeigt denn diese CD sehr gut die beiden Seiten von Mariss Jansons, der immer wieder faszinieren kann und dann wieder in Banalität versinkt. © 2016 Pizzicato





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