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Album Reviews



 
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Dr. Uta Swora
www.klassik.com, January 2017

Unter der Leitung von Mariss Jansons lässt das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks die Zuhörer auf künstlerisch beeindruckende Weise spüren, welch enorme klangfarbliche und rhythmische Vielfalt die Gattung der Rhapsodie zu bieten hat. © 2017 www.klassik.com



Dr. Ingobert Waltenberger
Online Merker, July 2016

In kompositorischer Freiheit und durchzogen vom melodischen genius loci schufen Emmanuel Chabrier, George Enescu, Maurice Ravel, Franz Liszt oder George Gershwin instrumentale Rhapsodien voll schwingender Rhythmen, erfinderischer Kraft und kühn gefärbten Exotismen. Berühmt sind sie, diese Werke und oftmals auf Tonträger eingespielt. Rumänisches, ungarisches, spanisches oder amerikanisches Lokalkolorit zeichnen sie als Juwelen des Konzertrepertoires aus, die Rumänische Rhapsodie in A-Dur von Enescu, die Ungarische Rhapsodie Nr. 2 von Liszt, Espana von Chabrier oder die Rhapsodie espagnole von Ravel und erst recht die Rhapsodie in Blue von Gershwin, die ja ursprünglich American Rhapsody heißen sollte. Schon des manchmal applaushaschenden Effekts wegen haben viele berühmte Dirigenten diese leicht eingängigen populären Partituren auf ihre Pulte gelegt. Von Ataulfo bis Bernstein, von Karajan bis jetzt Jansons waren und sind sie damit auch erfolgreich.

Was an der Live-Neueinspielung aus dem Herkulessaal in München aus dem Jahr 2015 besonders besticht, ist die unbändige Spielfreude des Orchesters, die Brillanz der einzelnen Instrumentengruppen, die Raffinesse in der Klangregie und die herausragende Aufnahmequalität. Schon allein letzterer wegen sollten Hi-Fi Freunde eine Anschaffung in Erwägung ziehen. Rauschhaft stürmt spanisches Temperament ins Wohnzimmer, kündet der großartige russische Pianist Denis Matsuev von den Wundern New Yorker Eleganz und tänzelnder Unbeschwertheit, lockt uns Marius Jansons zu den Ufern der Donau in Ungarn oder an dessen Delta stromabwärts. Alleine Maurice Ravel ist und bleibt trotz hispanisierender Inspirationsquelle ganz im französischen Element, fatalistische Melancholie und Grandezza lassen den Hörer beim Beginn der Rhapsodie espagnole innehalten.

Die große Palme gebührt dem Wunderklangkörper aus München. Wie das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks hier aus Kastagnetten-Klischees ausbricht und aus scheinbar abgedroschenen, zu Tode gespielten Gassenhauern große symphonische Suiten zaubert, ist ereignishaft. Die hohe Instrumentierungskunst kommt erst durch die fabelhaften Streicher, die kecken Holzbläser, das edle Blech und die zupackenden Schlagzeuger so recht zur Geltung. Jede einzelne Musikerin und jeder einzelne Musiker dieses Orchesters möge sich persönlich vor den Vorhang gebeten fühlen. Sie sind Spitze! Maris Jansens Verdienst ist es, für eine spannende Tiefenstaffelung, eine besonders offene Räumlichkeit und durchhörbare Auffächerung des Klangs gesorgt zu haben. Transparenz und hohe Energetik, brillante Solostellen und kernige Tutti gehen bei diesen Aufnahmen ein besonders gelungene Ehe ein. Eine CD, die mit ihren „klingenden Reiseimpressionen“ (Renate Ulm) tatsächlich die richtige Ferienstimmung verbreitet. © 2016 Online Merker




Remy Franck
Pizzicato, July 2016

Mit Rhapsodien von Liszt bis Gershwin haben sich das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und Mariss Jansons ein Programm ausgesucht, in dem das Orchester sein hohes spieltechnisches Niveau zur Schau stellen kann. Am Anfang entführt uns Emmanuel Chabriers Rhapsodie ‘Espana’ brillant in den heißblütigen Süden.

Etwas weniger gefällt Gershwins ‘Rhapsody in Blue’, in der das Orchester massig klingt, und Matsuev statt Swing mit einem stahlharten Klavierspiel aufwartet. Sehr tänzerisch, mit sinnvollem Rubato und schwelgerischen Farben dirigiert Jansons dann George Enescus Rumänische Rhapsodie Nr. 1.

Maurice Ravel ‘Rapsodie espagnole’ lebt ganz vom wunderbaren Orchesterspiel, und Liszts ‘Zweite Ungarische Rhapsodie’ beschließt das Programm mit einem stupenden Reichtum an klanglichen Facetten. © 2016 Pizzicato





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