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Album Reviews



 
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Marcus Budwitius
Opera Lounge, September 2017

Händel—die Macht der Musik heißt eine neun Folgen zu jeweils ca. 25 Minuten umfassende Hörbiographie des Bayerischen Rundfunks auf drei CDs. Händels Geschichte von der Wiege bis zur Bahre ist spannend, sie erzählt, dass Georg Friedrich Händel nach Vorstellung seines Vaters Jurist werden sollte, seine Musikbegabung auffällt, er erst Organist und mit 25 Jahren Kapellmeister in Hannover wird, nach Italien reist, für Kardinäle und Kastraten komponiert, in London mit Rinaldo reüssiert, nach England geht, spekuliert und selbstständiger Opernunternehmer wird, protegiert wird und dennoch in die Pleite treibt, neu beginnt, immer mit Widerständen kämpft, Kastraten und Diven, Triumphe und Niederlagen, die Oratorien als Wechselbad der Gefühle, König, Krieg und Festmusiken und die Transformation zum Zeremonienmeister der englischen Krone. Das Manuskript von Jörg Handstein zeigt den bewährten Erzähler, er ist ausführlich ohne detailversessen zu sein—die Zielgruppe sind Einsteiger und interessierte Fans. Als Erzähler fungiert der Münchener Tatort-Kommissar Udo Wachtveitl, dem Komponisten leiht Bernhard Schir seine Stimme. Die Hörbiographie erzählt aber nicht nur die Stationen eines Lebens, sie setzt sich mit Händels Musik auseinander und bringt Hörbeispiele, verknüpft Geschehnisse mit dem Schaffen, ohne über jedes Werk zu referieren. Die Bandbreite seiner Kompositionen wird sorgfältig ausgebreitet, die Hörbiographie ist aber keine Werkbiographie. Die Auswahl ist kompetent zusammengestellt, man hört viele kurze Musikbeispiele quer durch Händels Leben. Diese werden ergänzt durch Werke von Zeitgenossen, bspw. Telemann, Keiser, Buxtehude, Alessandro Scarlatti, Corelli, Steffani, Porpora und Hasse sowie weniger geläufige Namen wie Friedrich Wilhelm Zachow und Johann Jakob Froberger. Die eingespielten Ausschnitte sind aufnahmehistorisch weit gestreut, viele englische Ensembles, z.B. Christopher Hogwood und die Academy of Ancient Music, John Eliot Gardiner und die English Baroque Soloists oder Trevor Pinnock und The English Concert, Nicolas McGegan mit verschiedenen Ensembles, Alan Curtis mit Il complesso barocco, Robert King und The King’s Consort, Harry Christophers The Sixteen, aber auch Sigidwald Kuijken und La Petite Bande, Rinaldo Alessandrini, Andrea Marcon und René Jacobs und einige andere mehr. Erzählerisch und musikalisch ist dem Bayerischen Rundfunk eine animierte und inhaltsreiche Hörbiographie gelungen, die Lust auf mehr macht und zum Weiterhören verführen kann. © 2017 Opera Lounge




Thomas Gehrig
www.klassik.com, June 2017

Die Reihe ‘BR-Klassik Wissen’ fügt ihren bisherigen Folgen eine weitere hochwertige hinzu. © 2017 www.klassik.com





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