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Album Reviews



 
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Simon Haasis
www.klassik.com, February 2018

Gustav Mahlers Achte Sinfonie liebt man oder hasst man mit Berechtigung. Riccardo Chailly zeigte beim Lucerne Festival 2016, wofür Ersteres spricht. © 2018 www.klassik.com




Remy Franck
Pizzicato, July 2017

Am 12. und 13. August 2016 eröffnete Riccardo Chailly das ‘Lucerne Festival’ mit der 8. Symphonie von Gustav Mahler und führte damit den von Abbado begonnenen Luzerner Mahler-Zyklus weiter.

Im ersten Teil setzt Chailly ganz auf die Dramatik der Musik und feuert sein riesiges Klangensemble mit phänomenaler Kraft an. Der Chor des Bayerischen Rundfunks, der Lettische Radio-Chor, der ‘Orfeon Donostiarra’ und der Tölzer Knabenchor bilden ein Vokalensemble mit 350 Mitgliedern und lassen diesen Anfangssatz zu einem packenden Erlebnis werden. Die Aufnahmetechnik hat die Akustik des KKL gut im Griff und sorgt für ein sehr transparentes, sehr ausgeglichenes und detailreiches Klangbild, wie ich es noch nicht oft in einer Aufnahme der Achten Mahler gehört habe.

Diesen ausgeprägten Sinn für Dramatik und für die Mahlersche Theatralik charakterisiert auch den zweiten Teil der monumentalen Symphonie. Dabei kommt das Emotionale nicht zu kurz. In den langsamen, gedämpften und kammermusikalischen Passagen entwickeln sich wunderbar evokative, zum Teil ätherische Klangwelten und zugleich eine starke Spannung, die den Zuhörer dem

‘Chorus mysticus’ entgegenfiebern lässt. Chailly zelebriert die Steigerung wirkungsvoll, und so wird der Schluss dieser Achten zu einem gleichermaßen erhebenden und ergreifenden Erlebnis. So mag sich Mahler diesen Satz als ‘tönendes Universum’ vorgestellt haben, als Ausdruck seiner « Empfindungen ins Unendliche ».

Das Solistenensemble dieses Livemitschnitts ist gewiss das beste, das ich den letzten paar Jahren gehört habe. Herausragen dennoch vor allem die Altistin Mihoko Fujimura, die Sopranistin Juliane Banse, der Tenor Andreas Schager und der Bass Samuel Youn.

Eine starke Achte Mahler, packend von der ersten bis zur letzten Minute, und das obschon Claudio Abbado sie sicher zu einem auf anderer Ebene ergreifenden Erlebnis gemacht hätte. Chailly verdient uneingeschränktes Lob für die wunderbare Relation zwischen Entspanntheit, Nachdenklichkeit und Mystik einerseits, sowie einem enthusiastischen musikalischen Jubilieren andererseits. © 2017 Pizzicato





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