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Album Reviews



 
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Remy Franck
Pizzicato, December 2017

« Nichts, was er geschrieben hat, ist so allumfassend wie die h-Moll-Messe—nicht einmal seine großartigen Passionen », sagt Herbert Blomstedt in einem Text zu dieser Produktion. Und aus diesem Geist heraus dirigiert er die Komposition voller Ehrfurcht und bringt die Musiker beim Abschlusskonzert des Bachfestes zu Leipzig im Jahre 2017 zu einer Aufführung, die eine enorme Ruhe, Güte und Vertiefung ausstrahlt. Dass die Aufnahmetechnik dieses interpretative Konzept mit ruhiger Bildführung und einem bestens ausbalancierten Ton unterstützt, ist ein Vorteil, der ins Gewicht fällt.

Insofern stellt diese Neuaufnahme die alte Blomstedt-DVD (Euroarts) weit in den Schatten. © 2017 Pizzicato



Online Merker, November 2017

BACH, J.S.: Mass in B Minor (Landshamer, Kulman, Lattke, Pisaroni, Dresden Chamber Choir, Leipzig Gewandhaus Orchestra, Blomstedt) (NTSC) ACC-20415
BACH, J.S.: Mass in B Minor (Landshamer, Kulman, Lattke, Pisaroni, Dresden Chamber Choir, Leipzig Gewandhaus Orchestra, Blomstedt) (Blu-ray, Full-HD) ACC-10415

Das findet Herbert Blomstedt, der diesen Auftritt dirigierte und damit das große Bachfest Leipzig im Juni 2017 abschloss. Das Konzert wurde in der Thomaskirche—Bachs Wirkungsstätte—aufgenommen und galt als vorgezogenes Geburtstagsgeschenk für Maestro Blomstedt, der nur wenige Wochen danach seinen 90er feierte.

Die Messe in h-Moll ist eines der vor Bachs Tod zuletzt fertiggestellen Werke—genau ein Jahr vor seinem Tod 1750. Zu Bachs Lebzeiten wurde das Werk jedoch nie in seiner Gesamtheit aufgeführt. Diese Messe sieht Blomstedt als den Höhepunkt in Bachs kreativem Schaffen und als eines der wichtigsten Werke in seinem Leben an. „Es ist wie eine Reflexion des Zweifelns, es ist außerordentlich kraftvolle Musik, auf die gleiche Weise kraftvoll wie ein Keil“. Laut Peter Wollny, Leiter des Bach-Archivs Leipzig, ist es ohne Zweifeldie intellektuell und musikalisch viefältigste und herausfordernste Komposition Bachs“ und „eines der größten Werke der westlichen Kultur“.

Die Bedeutung dieses Werkes wird wahrlich durch diese außerordentliche Kollaboration zwischen Dresdner Kammerchor, Gewandhausorchester Leipzig und Blomstedt noch gesteigert, der seit 2005 Ehrendirigent des Orchesters ist und es darüber hinaus von 1998 bis 2005 als Chefdirigent geleitet hat.

Diese Aufführung wurde zu einem zweistündigen, hochmeditativen Gebet, das in fast übernatürlicher Ruhe und Klarheit ablief! © 2017 Online Merker





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